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Zeichen gegen die Todesstrafe: Glockenspiel erklingt mit thematischer Liedauswahl
Wie die Wissenschaftsstadt Darmstadt mitteilt, beteiligt sich die Stadt am Sonntag, 30. November, erneut am internationalen Aktionstag „Cities for Life – Städte für das Leben / Städte gegen die Todesstrafe“ der Gemeinschaft Sant’Egidio. Um 12 Uhr erklingt im Glockenspiel des Residenzschlosses eine Auswahl von Musikstücken, die sich mit Tod und Sterben befassen.
Offizielle Informationen zur Stadt Darmstadt finden sich unter www.darmstadt.de
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OB Benz: „Darmstadt setzt ein deutliches Zeichen für Menschenrechte“
Oberbürgermeister Hanno Benz betont die Bedeutung des Aktionstages: Viele Menschen seien noch immer willkürlichen Hinrichtungen ausgesetzt, Tendenzen zur Wiedereinführung der Todesstrafe nähmen zu. Angesichts der weltpolitischen Lage sei ein klares Bekenntnis für Menschenrechte wichtiger denn je. Darmstadt unterstütze deshalb das internationale Bündnis von Sant’Egidio für die Abschaffung der Todesstrafe.
Entwicklungen weltweit: Hoffnung und Rückschritte
Einzelne politische Fortschritte geben Anlass zur Zuversicht. So verabschiedete die UN-Generalversammlung im Dezember 2024 erneut ein Moratorium zur weltweiten Aussetzung der Todesstrafe – mit 130 Ja-Stimmen, der bislang höchsten Zustimmung. Zudem haben Pakistan (Juli 2024) und Vietnam (Juni 2025) die Todesstrafe für bestimmte Delikte abgeschafft.
Gleichzeitig stiegen laut Amnesty International im Jahr 2024 die vollstreckten Hinrichtungen erneut auf mindestens 1.518. In mehreren Staaten wurden Todesurteile nach Pausen wieder verhängt, darunter im Sudan und Uganda. In Myanmar können regimekritische Äußerungen ein Todesurteil nach sich ziehen. Teilweise werden sogar Minderjährige hingerichtet – ein klarer Verstoß gegen internationales Recht.
Hintergrund zum Aktionstag
Die Gemeinschaft Sant’Egidio engagiert sich seit 1998 gemeinsam mit der „World Coalition against the Death Penalty“ weltweit gegen die Todesstrafe. Der 30. November wurde als Aktionstag gewählt, da das Großherzogtum Toskana an diesem Datum im Jahr 1786 als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe abschaffte. Heute ist „Cities for Life“ die größte internationale Städtebewegung für Menschenrechte; in Deutschland beteiligen sich rund 300 Kommunen.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)