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Mobilitätskompromiss soll Sicherheit und Klarheit für alle Verkehrsteilnehmer bringen
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beginnt noch in diesem Jahr mit der Umsetzung der beschlossenen Neuordnung des Straßenraums in der Dieburger Straße und der Alexanderstraße. Das kündigte Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey am Montag, 22. Dezember, bei einem Termin vor Ort an. Grundlage ist ein umfassender Kompromiss im Rahmen des sogenannten Mobilitätsfriedens, der nach jahrelangen Diskussionen von der Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit beschlossen wurde.
Der von Wandrey bereits 2024 entwickelte Plan sieht vor, den Straßenraum durch Markierungs- und Beschilderungsmaßnahmen neu zu ordnen. Ziel ist eine rechtssichere, übersichtliche und für alle Verkehrsarten funktionierende Lösung. Lediglich eine Fraktion stimmte gegen das Konzept, alle übrigen Fraktionen unterstützten die Umsetzung.
Klarere Strukturen für Auto-, Rad- und Fußverkehr
Die Gesamtmaßnahme umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Schritte. Dazu gehören eine vollständige Ummarkierung der Dieburger Straße, zusätzliche Parkmöglichkeiten dort, wo es verkehrlich möglich ist, moderne Radschutzstreifen sowie die Aufhebung der bisherigen Gehwegfreigabe für den Radverkehr. Zudem entsteht eine durchgehende Radverbindung von der Dieburger Straße über die Alexanderstraße bis zum Cityring, um die Netzwirkung im Radverkehr deutlich zu verbessern.
„Das ist ein bewusst erarbeiteter Kompromiss“, betont Wandrey. „Er bringt unterschiedliche Interessen zusammen und übersetzt sie in eine Lösung, die im Alltag trägt.“
Tempo 30 als erster Schritt
Bereits in der ersten Phase wird noch 2025 die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Künftig gilt Tempo 30 ab der Dieburger Straße Hausnummer 232 bis zum Schlossgraben in der Alexanderstraße – auf einer Strecke von rund 2,1 Kilometern. Damit sollen kurzfristig Verbesserungen für Sicherheit und Ordnung im Straßenraum erreicht werden.
Nach Angaben des Mobilitätsdezernenten ist die Geschwindigkeitsbegrenzung ein zentraler Bestandteil der Gesamtlösung. Sie dient insbesondere dem Schutz von Besucherinnen und Besuchern angrenzender Einrichtungen wie Krankenhaus, Kinderkrankenhaus, Altenheim und Kita. In diesem Abschnitt habe es in der Vergangenheit wiederholt Unfallhäufungen gegeben. Zudem ermögliche Tempo 30 zwischen Pützerstraße und Wolfskehlstraße eine sichere Führung des Radverkehrs im Mischverkehr, da dort keine Radschutzstreifen realisierbar sind.
Weitere Maßnahmen ab 2026
Die Markierung neuer Parkstände in der äußeren Dieburger Straße sowie die Radschutzstreifen inklusive Roteinfärbung sind für das Frühjahr 2026 vorgesehen, sobald es die Witterungsbedingungen zulassen. Flächige Markierungen können bei nasskalter Witterung nicht dauerhaft und qualitativ hochwertig aufgebracht werden. Der Austausch des Pflasterstreifens in der Alexanderstraße und die Anpassung des Radschutzstreifens erfolgen im Zuge der dort geplanten Deckensanierung und werden zeitlich darauf abgestimmt.
(DARMSTADT – RED/PSD/dk)