Ehrenamt, Nachwuchsarbeit und starke Partner sichern Vereinsarbeit
Der Karnevalsclub Arheilgen ist seit mehr als fünf Jahrzehnten fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Stadtteil. Mit rund 300 Mitgliedern, davon über 100 Kinder und Jugendliche, prägt der Verein den Sitzungskarneval ebenso wie zahlreiche Veranstaltungen für alle Generationen. Vom Kindermaskenball über die Familiensitzung bis hin zum Kreppelnachmittag für Seniorinnen und Senioren steht der KCA für gelebte Gemeinschaft, ehrenamtliches Engagement und eine starke Nachwuchsarbeit. Welche Bedeutung der Karneval heute noch für Arheilgen hat, wie Tradition und Erneuerung zusammenfinden und welche Herausforderungen die Vereinsarbeit begleiten, erläutert Anja Herdel, die das Interview im Namen des Vorstands beantwortet hat.
Der Karnevalsclub Arheilgen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Welche Bedeutung hat der Karneval heute noch für Arheilgen und seine Bewohner?
Inzwischen gibt es in Arheilgen zwei Karnevalsvereine, das Arheilger Garde Corps (AGC) und den Karnevalsclub Arheilgen (KCA). Daran sieht man, dass der Karneval hier seit über 50 Jahren großgeschrieben wird. Bis heute ist er jung geblieben. Über 100 junge Menschen sind beim KCA aktiv, insgesamt zählt der Verein rund 297 Mitglieder. Die Sitzungen sind gut besucht, die Kinderveranstaltungen fast immer ausverkauft.
Was unterscheidet den Arheilger Karneval von anderen Fastnachtsvereinen in Darmstadt und der Region?
Wir haben das große Glück, dass in Arheilgen viele Mädchen und Jungen bereits ab drei Jahren bei uns mitmachen wollen und dank unseres ebenfalls jungen und engagierten Trainerteams auch mitmachen können. Ohne eine intakte Vereinsstruktur wäre das nicht möglich. Oft engagieren sich ganze Familien über Generationen hinweg. Der Sitzungskarneval lebt hier mit der Damensitzung, der KCA-Sitzung und der Familiensitzung. Hinzu kommen der Kreppelnachmittag für Seniorinnen und Senioren, der Party Alarm für Jugendliche, die Kindermaskenbälle sowie der gemeinsame AEWG-Umzug mit den Nachbargemeinden Erzhausen, Wixhausen und Gräfenhausen.
Karneval lebt von Ehrenamt und Gemeinschaft. Wie viele Menschen engagieren sich aktuell im Verein und was motiviert sie, jedes Jahr aufs Neue Zeit und Energie zu investieren?
Uns motivieren der Spaß am Karneval und das Gemeinschaftsgefühl, gemeinsam etwas auf die Beine gestellt zu haben. Ein ganzes Jahr wird geplant und vorbereitet, um dann auf der Bühne das Ergebnis zu sehen und den Applaus zu erleben. Dieses Gefühl, wenn ein Auftritt gelingt, eine Veranstaltung gut läuft, das Publikum applaudiert und bereits nach Karten für das nächste Jahr fragt, ist ein großer Antrieb. Der KCA hat viele engagierte Mitglieder, dennoch reicht es oft nicht aus. Die zahlreichen Veranstaltungen müssen organisiert und durchgeführt werden. Deshalb sind wir immer wieder auf der Suche nach Helferinnen und Helfern, die mit ebenso viel Freude und Engagement dabei sind.
Wie gelingt es euch, Traditionen zu bewahren und gleichzeitig neue Ideen etwa bei Sitzungen, Programmen oder in der Nachwuchsarbeit einzubringen?
Das ist ein ständiges Aushandeln zwischen Jung und Alt, neuen und langjährigen Mitgliedern sowie unterschiedlichen Interessen. Genau darin liegt aber auch der Reiz. Es geht darum, Traditionen zu bewahren und sie gleichzeitig behutsam weiterzuentwickeln. Jede Karnevalsgeneration hinterlässt kleine Spuren, aus denen neue Traditionen entstehen. Wenn wir über sogenannte alte Zöpfe diskutieren, merken wir schnell, was uns wirklich wichtig ist und warum. Unser Nachwuchs bringt sich unabhängig vom Alter mit vielen guten Ideen ein. Das macht es spannend. Es ist irgendwie immer wie immer und doch anders.
Welche organisatorischen und finanziellen Herausforderungen bringt die Ausrichtung von Kampagnen, Sitzungen und Veranstaltungen heute mit sich und welche Rolle spielt dabei die Unterstützung durch Merck für den Fortbestand des Vereins?
Ohne unsere Sponsoren und Nachbarn wie Merck könnten wir heute keine Veranstaltungen mehr durchführen. Früher war es möglich, eine Kampagne über eigene Einnahmen während der Fastnachtszeit, Sommerveranstaltungen, Mitgliedsbeiträge oder Fördermittel, etwa für Seniorenveranstaltungen, zu finanzieren. Mit den heutigen Auflagen und stark gestiegenen Kosten ist das nicht mehr zu bewältigen. Die Hallenmieten für Veranstaltungen und Trainingsräume, Ausgaben für Sicherheit und Infrastruktur sind enorm gestiegen. Ohne die Unterstützung von Merck wäre die Durchführung unserer Veranstaltungen nicht mehr möglich. Deshalb sind wir stolz auf einen Sponsor, Partner und Nachbarn wie Merck. Er ist für uns nahbar, ansprechbar und hilft verlässlich.Was wünscht ihr euch für die Zukunft des Karnevalsclubs und wie können interessierte Bürgerinnen und Bürger den Verein unterstützen oder Teil davon werden?
Wir freuen uns über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter sowie Helferinnen und Helfer, die Spaß am Karneval, am Feiern, Tanzen und an Gemeinschaft haben. Ebenso freuen wir uns über neue Mitglieder, über alle, die unsere Veranstaltungen besuchen und dabei Freude haben. Auch sie tragen dazu bei, unsere Vereinsarbeit zu erhalten. Darüber hinaus sind wir dankbar für Spenden, etwa für Kostüme, Jugendarbeit oder Veranstaltungen. Bei uns ist für jeden etwas dabei. Wir freuen uns auf euch.
Lebenswertes Darmstadt
powered by MerckVereine sind das Herzstück einer Gemeinschaft. Sie fördern soziale Integration und bringen Menschen zusammen. Sie bereichern das lokale Leben durch kulturelle und sportliche Aktivitäten, bieten Bildungsangebote und engagieren sich in sozialen Projekten. Kurzum: Sie machen eine Stadt wie Darmstadt lebenswert.
Doch das kostet Geld. Mitgliedsbeiträge reichen da nicht immer aus. In dieser Reihe stellen wir ausgewählte Darmstädter Vereine vor, die durch die Unterstützung von Merck gefördert werden – sei es im Sport, in der Kultur, im Gemeinwohl oder in der naturwissenschaftlichen Bildung.
Jeder dieser Vereine hat eine einzigartige Geschichte und trägt auf seine Weise zur Stärkung der Gemeinschaft bei. Wir haben bei den Verantwortlichen nachgefragt, was ihren Verein ausmacht und wie die Partnerschaft mit Merck nicht nur finanzielle Unterstützung bietet, sondern auch Wachstum und Entwicklung schafft.
Erfahren Sie mehr darüber, wie vielfältig die Darmstädter Vereinslandschaft ist und wie Merck und seine Partner gemeinsam mehr schaffen – für eine lebenswerte Region.
