Bundesprojekt für Frauen mit Migrationserfahrung startet zweite Förderphase
Das Projekt „MY TURN – MY CHOICE“, das Frauen mit Migrationserfahrung beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt unterstützt, startet in eine neue Förderphase bis Ende 2028. Das Angebot richtet sich an EU-Bürgerinnen, Drittstaatenangehörige sowie anerkannte geflüchtete Frauen mit gesichertem Aufenthaltsstatus oder doppelter Staatsbürgerschaft.
Das Projekt wird vom Frauen für Frauen e.V. – Zentrum Information Beratung Bildung und dem femkom Frauenkompetenzzentrum umgesetzt. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie von der Europäischen Union über den Europäischen Sozialfonds Plus. Insgesamt stehen rund 2,5 Millionen Euro Fördermittel für sechs Jahre zur Verfügung.
Unterstützung bei Einstieg in Ausbildung und Arbeit
Das Programm richtet sich vor allem an formal geringqualifizierte Frauen mit Migrationserfahrung, die beim Zugang zum Arbeitsmarkt besondere Unterstützung benötigen. Dazu gehören etwa Herausforderungen bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, sprachliche Hürden, bürokratische Verfahren oder familiäre Verpflichtungen wie Kinderbetreuung.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen individuelle Beratung, Coaching und Qualifizierungsangebote. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, eine Ausbildung, Weiterbildung oder eine selbstständige Tätigkeit zu erleichtern.
Workshops, IT-Training und Coaching
In der neuen Förderphase wurden zusätzliche Angebote entwickelt. Dazu zählen Workshops, IT-Trainings und individuelle Coachingprogramme. Auch Themen wie Sprachförderung, digitale Kompetenzen und berufliche Orientierung sind Teil des Projekts.
Die Angebote finden zu familienfreundlichen Zeiten an zwei Standorten statt: in Groß-Umstadt beim Zentrum Information Beratung Bildung sowie in Darmstadt beim femkom Frauenkompetenzzentrum.
Positive Erfahrungen aus erster Projektphase
Die bisherigen Ergebnisse zeigen laut Projektträgern einen deutlichen Nutzen: Von rund 200 Teilnehmerinnen konnten etwa zwei Drittel erste Schritte in Richtung Qualifizierung, Weiterbildung, Ausbildung oder Beschäftigung machen.
Sozial- und Jugenddezernentin Christel Sprößler betont die Bedeutung solcher Projekte für die Region. Auch Darmstadts Bürgermeisterin Barbara Akdeniz hebt hervor, dass Frauen mit Migrationserfahrung häufig mehr Zeit und individuelle Begleitung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt benötigen.
(DARMSTADT – RED/stip)
