Frauen-Talk am 17. März ergänzt Ausstellung zur deutschen Zeitgeschichte
In der Galerie im Hofgut Reinheim ist derzeit die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ zu sehen. Die Schau wurde am 6. März mit einer gut besuchten Vernissage eröffnet und ist noch bis zum 22. März 2026 in Reinheim zugänglich.
Die Ausstellung wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur entwickelt und widmet sich den Lebensrealitäten von Frauen in Ost- und Westdeutschland.
Einblicke in Lebenswelten von Frauen in Ost und West
Auf rund 20 Tafeln werden unterschiedliche Erfahrungen von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR in den 1970er- und 1980er-Jahren dargestellt. Thematisiert werden Rollenbilder, gesellschaftliche Erwartungen sowie Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Gleichzeitig zeigt die Ausstellung auch Gemeinsamkeiten: Trotz der unterschiedlichen politischen Systeme verband viele Frauen das Streben nach Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.
Vernissage mit Zeitzeugenberichten
Zur Eröffnung begrüßten das Internationale Büro der Stadt Reinheim, das Reinheimer Museum sowie das Frauen- und Familienzentrum FrauenFreiRäume e.V. zahlreiche Gäste.
In ihrer Einführung betonte Rosemarie Töpelmann die Bedeutung der Gleichstellung von Frauen und würdigte die Ausstellung als wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur.
Auch Renate Grieger überbrachte ein Grußwort des Magistrats und berichtete als Zeitzeugin von ihren persönlichen Erfahrungen aus früheren Jahrzehnten. Dabei schilderte sie unter anderem die Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren, als Betreuungsangebote für Kinder noch deutlich begrenzter waren.
Frauen-Talk am 17. März
Ein weiterer Programmpunkt findet am Dienstag, 17. März 2026, statt. Beim Frauen-Talk diskutiert die Kreisbeigeordnete Christel Sprößler gemeinsam mit Gästen aktuelle frauenpolitische Themen.
Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei.
(REINHEIM – RED/PSR)
