Neun weitere Gedenksteine werden am 28. April verlegt
Wie die Wissenschaftsstadt Darmstadt mitteilt, werden am Dienstag, 28. April 2026, neun weitere Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt. Die öffentliche Veranstaltung wird vom Arbeitskreis Stolpersteine Darmstadt betreut und beginnt um 10:45 Uhr in der Kirchstraße.
Mehrere Stationen im Stadtgebiet
Die erste Verlegung findet in der Kirchstraße 12 statt, wo an Helene Ketsch erinnert wird. Anschließend folgen weitere Stationen in der Ernst-Ludwig-Straße, der Saalbaustraße, der Riedeselstraße sowie der Stauffenbergstraße.
In der Ernst-Ludwig-Straße 29 werden drei Steine für Gertrude, Heinz und Walter Rosenberg verlegt. Die Familie wurde durch die nationalsozialistische Verfolgung zur Emigration gezwungen. Angehörige aus Argentinien, Chile und Israel reisen zur Verlegung an. Insgesamt werden 18 Nachfahren erwartet, für die das Treffen zugleich ein Wiedersehen der Familie darstellt.
Oberbürgermeister Hanno Benz wird die Teilnehmenden begrüßen und eine Ansprache halten.
Schülerinnen und Schüler beteiligen sich
Weitere Stolpersteine werden unter anderem in der Ernst-Ludwig-Straße 17 für Edith Steinberg und Antonie Feitler verlegt. Schülerinnen und Schüler der Martin-Behaim-Schule haben sich im Unterricht mit der Geschichte der NS-Opfer beschäftigt und präsentieren ihre Recherchen im Rahmen der Veranstaltung.
Auch an Regina Oppenheimer, Klara Gutmann und Margarethe Mayer wird im weiteren Verlauf des Tages erinnert.
Erinnerung im öffentlichen Raum
Das Projekt Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur. Die Gedenksteine werden vor den ehemaligen Wohnorten der Verfolgten in den Bürgersteig eingelassen und tragen deren Namen.
Weitere Informationen sind auf der Website der Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügbar:
www.darmstadt.de
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)
