Weniger Verkehrstote, aber mehr Unfallfluchten registriert
Das Polizeipräsidium Südhessen hat die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Demnach stieg die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle in Südhessen im Vergleich zum Vorjahr um 2,21 Prozent auf insgesamt 25.076 Fälle.
Die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich leicht um 13 Personen auf 502, bleibt laut Polizei aber weiterhin auf historisch niedrigem Niveau.
Zahl der Verkehrstoten sinkt deutlich
Besonders hervorgehoben wurde der Rückgang der tödlich Verunglückten. Insgesamt kamen 31 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – ein Rückgang um 13,89 Prozent.
Unter den Todesopfern waren:
- sieben Fußgängerinnen und Fußgänger
- fünf Fahrrad- oder Pedelecfahrende
- zwölf motorisierte Zweiradfahrende
Zu den tödlich Verunglückten auf motorisierten Zweirädern zählen neun Motorradfahrende, zwei Mofa-Fahrende sowie erstmals auch ein E-Scooter-Fahrer.
Polizei setzt weiter auf Prävention
Polizeipräsident Christian Vögele betonte, dass die niedrige Zahl schwerverletzter Personen und der Rückgang der Verkehrstoten auch Ergebnis langjähriger Verkehrssicherheitsarbeit seien.
Dazu zählen unter anderem:
- das sogenannte „Bike-Konzept“ für Motorradfahrende
- Biker-Safety-Touren auf unfallträchtigen Strecken
- das Präventionsprojekt „Crash-Kurs“ an Schulen
- die Aktion „MAXimal Mobil“ für ältere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer
Nach Angaben der Polizei wurde bei den schwerverletzten Motorradfahrenden sogar der niedrigste Wert seit Einführung des „Bike-Konzepts“ im Jahr 2016 erreicht.
Unfallfluchten bereiten weiter Sorgen
Sorgen bereitet dem Polizeipräsidium die steigende Zahl von Verkehrsunfallfluchten. Fast jeder vierte registrierte Unfall in Südhessen war demnach eine Unfallflucht.
Insgesamt entfernten sich in 317 Fällen Personen unerlaubt von einem Unfallort, obwohl Menschen verletzt wurden.
Die Polizei weist darauf hin, dass Unfallflucht kein Bagatelldelikt sei und appelliert an Zeuginnen und Zeugen, Hinweise zu melden und bei Unfällen vor Ort zu bleiben.
(RED/ots)
