Präventionsaktion in Südhessen soll Unfälle verhindern und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen
Mit Beginn des Heinerfests startet das Polizeipräsidium Südhessen die Präventionskampagne „E-Scooter? Nur mit Plan. Regeln kennen. Sicher ankommen“. Hintergrund sind steigende Unfallzahlen und zahlreiche Verkehrsverstöße im Zusammenhang mit E-Scootern. Neben verstärkten Kontrollen setzt die Polizei vor allem auf Aufklärung – insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
E-Scooter gehören inzwischen vielerorts zum Straßenbild – sowohl in Darmstadt und Rüsselsheim als auch im ländlichen Raum. Die Fahrzeuge lassen sich unkompliziert per App ausleihen und erfreuen sich vor allem bei jungen Menschen großer Beliebtheit. Gleichzeitig registriert die Polizei immer häufiger Regelverstöße wie das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, die verbotswidrige Nutzung von Gehwegen, Rotlichtverstöße oder das Mitnehmen weiterer Personen auf einem E-Scooter.
Deutlich mehr Unfälle in Südhessen
Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider. Hessenweit registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 1.505 Verkehrsunfälle mit E-Scootern – fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben, vier von ihnen waren jünger als 25 Jahre.
Auch in Südhessen stieg die Zahl der Unfälle deutlich an. Im Jahr 2025 wurden 218 Verkehrsunfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen registriert, nach 133 im Jahr zuvor. Dabei starb ein Mensch, 26 Personen wurden schwer und 135 leicht verletzt.
Hinweise in Bussen und Straßenbahnen
Zum Auftakt der Kampagne werden vom 2. bis 11. Juli auf rund 430 Bildschirmen in Bussen und Straßenbahnen der HEAG mobilo Sicherheitshinweise rund um die Nutzung von E-Scootern eingeblendet. Zielgruppe der Aktion sind insbesondere Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern sowie Erst- und Gelegenheitsnutzer.
Nach Angaben der Polizei soll die Kampagne das Bewusstsein dafür schärfen, dass E-Scooter keine Spielzeuge, sondern Kraftfahrzeuge sind und entsprechend verantwortungsvoll genutzt werden müssen.
Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an
Begleitend zur Präventionskampagne will das Polizeipräsidium Südhessen gemeinsam mit den Kommunen verstärkt Verkehrskontrollen durchführen. Dabei werden Fahrerinnen und Fahrer unter anderem auf Alkohol- und Drogeneinfluss überprüft. Für E-Scooter gelten hierbei dieselben Promillegrenzen wie für andere Kraftfahrzeugführer.
Darüber hinaus kontrolliert die Polizei den technischen Zustand der Fahrzeuge, mögliche Manipulationen sowie den Versicherungsschutz. Auch die Fahrzeugidentifikationsnummern werden mit den polizeilichen Fahndungssystemen abgeglichen, um gestohlene oder nicht versicherte E-Scooter zu erkennen.
Die Polizei appelliert an alle Nutzerinnen und Nutzer, sich an die Verkehrsregeln zu halten. Regelkonformes Verhalten trage entscheidend dazu bei, Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
(RED/ots)
