Neues Buch beschäftigt sich mit Europas Zukunft, technologischem Wandel und gesellschaftlicher Resilienz
Mit seinem neuen Buch „Der Phönix-Moment“ beschäftigt sich der Darmstädter Autor und Unternehmer Michael Mattis mit der Frage, wie Europa auf technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen reagieren kann. Dabei plädiert er für mehr Mut zur Veränderung, stärkere Vernetzung und die Fähigkeit, Krisen als Ausgangspunkt für einen Neuanfang zu nutzen.
Die Idee hinter dem Titel begleitet Mattis bereits seit seiner Kindheit. In einem Darmstädter Kino sah er in den 1960er-Jahren den Filmklassiker „Der Flug des Phoenix“ mit Hardy Krüger. Das Erlebnis habe ihn nachhaltig geprägt und später sogar zu seinem Ingenieurstudium inspiriert.
„Krüger verkörpert in dem Film eine authentische Form von Resilienz: die Fähigkeit, Rückschläge nicht zu kaschieren, sondern produktiv zu verarbeiten und sich neu zu erfinden, ohne die eigene Haltung zu verlieren“, erklärt Mattis. Dieses Prinzip überträgt er in seinem Buch auf die gegenwärtigen Herausforderungen Europas.
Europa zwischen Innovation und fehlender Umsetzung
Michael Mattis ist seit vielen Jahren in der regionalen Digitalwirtschaft aktiv. Er gründete unter anderem das Darmstädter AMC Media Network und initiierte Veranstaltungsformate wie die dikomm und den DIGITAL FUTUREcongress.
In „Der Phönix-Moment“ betrachtet er technologische Entwicklungen nicht isoliert von ihren gesellschaftlichen Auswirkungen. Künstliche Intelligenz, digitale Geschäftsmodelle und die globale Plattformökonomie verändern aus seiner Sicht nicht nur Unternehmen und Arbeitswelt, sondern berühren auch gesellschaftliche Strukturen und europäische Werte.
Eine zentrale These des Buches lautet, dass es Europa weder an Wissen noch an Erfindergeist mangele. Als Hemmnisse sieht Mattis vielmehr Bürokratie, Silodenken und fehlenden Mut, erfolgreiche Entwicklungen in größerem Maßstab umzusetzen. Beispiele dafür findet er in der europäischen Technologiegeschichte. So wurden das MP3-Format in Deutschland und das World Wide Web am CERN in Europa entwickelt, während die wirtschaftliche Nutzung solcher Innovationen später häufig andernorts besonders erfolgreich vorangetrieben wurde.
„Silicon Valley Europe“ als europäischer Weg
Dabei fordert Mattis keine Kopie amerikanischer Modelle. Mit seinem Konzept eines „Silicon Valley Europe“ beschreibt er vielmehr einen organisatorischen und mentalen Raum, in dem europäische Stärken besser miteinander verbunden werden sollen. Wissenschaftliche Exzellenz, Datenschutz und gesellschaftliche Souveränität sollen dabei mit größerer Geschwindigkeit, Zusammenarbeit und unternehmerischem Mut kombiniert werden.
Auch Darmstadt spielt in seinen Überlegungen eine Rolle. Die Verbindung von Hochschulen, Forschung, Kultur und mittelständischen Unternehmen betrachtet Mattis als Beispiel dafür, welches Potenzial in einer engen Vernetzung unterschiedlicher Akteure liegen kann.
Drei Begriffe ziehen sich dabei als zentrale Säulen durch das Buch: Lernen, Zusammenarbeiten und Vernetzen. Sie sollen nach Vorstellung des Autors nicht nur wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen, sondern zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
„Der Phönix-Moment“ richtet sich insbesondere an Menschen, die sich mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunftsfragen, Strategie und technologischem Wandel beschäftigen.

Buchinformationen
Michael Mattis: „Der Phönix-Moment“
Umfang: 320 Seiten
Softcover: ISBN 978-3-384-92628-9
Hardcover: ISBN 978-3-384-92629-6
E-Book: ISBN 978-3-384-92630-2
Hörbuch: ungekürzte Lesung, 11 Stunden 35 Minuten; Buch-ID 9780466524661
(RED)

