Kreis Groß-Gerau trainiert in Mosbach komplexe Schadenslagen mit Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen
280 Einsatzkräfte aus dem Kreis Groß-Gerau haben bei einer dreitägigen Katastrophenschutzübung in Mosbach das gemeinsame Vorgehen bei größeren Schadenslagen trainiert. Bei „Joint Rescue 2026“ mussten Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Hilfsorganisationen unter anderem einen Krankenhausbetrieb bei Stromausfall sichern und einen Gebäudeeinsturz mit zahlreichen Verletzten bewältigen.
Die Übung fand vom 28. bis 30. August 2026 auf dem Gelände des Training Center Retten und Helfen (TCRH) im baden-württembergischen Mosbach statt. Ziel war es, insbesondere die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen bei komplexen und länger andauernden Einsätzen zu erproben.
Beteiligt waren Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks (THW), des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Malteser Hilfsdienstes (MHD). Die 280 Teilnehmer wurden auf zwei Schichten verteilt, die von Freitag bis Samstag beziehungsweise von Samstag bis Sonntag übten.
Stromausfall, Brände und Gebäudeeinsturz
Auf dem Trainingsgelände wurden unterschiedliche Katastrophenszenarien nachgestellt. Bei einem angenommenen länger andauernden Stromausfall musste der Betrieb eines Krankenhauses sichergestellt werden. Weitere Übungslagen umfassten Explosionen und Brände mit Verletzten.
Ein besonders umfangreiches Szenario stellte den Einsturz eines Mehrfamilienhauses mit mehr als 40 Verletzten und Verschütteten dar. Auf dem Übungsgelände kamen dabei auch reale Brände zum Einsatz. Einige Szenarien dauerten bis in die Nacht.
Neben den jeweiligen fachlichen Aufgaben sollte insbesondere die Abstimmung zwischen den beteiligten Organisationen trainiert werden.
14 Verletztendarsteller im Einsatz
Für die medizinischen Übungsszenarien kamen 14 geschminkte Verletztendarsteller zum Einsatz. Damit konnten die Versorgung und Betreuung einer größeren Zahl von Verletzten sowie die Zusammenarbeit der Sanitätseinheiten mit anderen Einsatzkräften geübt werden.
Auch die Rahmenbedingungen eines länger dauernden Katastropheneinsatzes waren Teil der Übung. Die DRK-Betreuungszüge des Kreises übernahmen die Versorgung der Einsatzkräfte mit Essen und Getränken. Übernachtet wurde auf dem Gelände in Zelten und auf Feldbetten.
Vorbereitet wurde „Joint Rescue 2026“ vom Fachdienst Bevölkerungsschutz der Gefahrenabwehr des Kreises Groß-Gerau gemeinsam mit dem THW, ASB, DRK und MHD sowie Vertretern von Veritas Kelsterbach.
(KREIS GROSS-GERAU – RED/PSKGG)
Beditragsbild: Den Ernstfall geprobt: Katastrophenschutz des Kreises beim Training in Mosbach. Foto: Kreisverwaltung


