Neue Kontakte, Bauprojekte und Stadtentwicklung standen im Mittelpunkt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt zieht nach ihrer Teilnahme an der Immobilien- und Investitionsmesse Expo Real 2026 in München eine positive Bilanz. Mit einem neu gestalteten Messeauftritt präsentierte die Stadt ihre wirtschaftlichen Stärken, aktuelle Entwicklungsflächen und Projekte der Stadtentwicklung. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Investoren und Projektentwicklern sowie neue Ansätze für das kommunale Bauen.
Die neu strukturierte Wirtschaftsförderung hatte das Standkonzept stärker auf den direkten Austausch mit Unternehmen ausgerichtet. Vorgestellt wurden unter anderem Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Klinikumsgelände in Eberstadt. Mithilfe von Virtual Reality konnten Messebesucher zudem einen Einblick in Stadtentwicklungsprojekte wie das Ludwigshöhviertel gewinnen.
Gemeinsamer Auftritt mit Partnern aus der Region
Darmstadt präsentierte sich gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, dem Kreis Groß-Gerau, der bauverein AG sowie der Sparkasse Darmstadt und Dieburg. Der gemeinsame Messeauftritt sollte die Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion FrankfurtRheinMain und die Verbindungen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung verdeutlichen.
Oberbürgermeister Hanno Benz und Stadtkämmerer André Schellenberg, der für das städtische Immobilienmanagement zuständig ist, führten während der Messe zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Immobilienwirtschaft.
„Die Expo Real ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Ort, an dem aus Kontakten Projekte werden“, erklärte Benz. Mehrere der Gespräche sollen nach der Messe fortgesetzt werden.
Neue Möglichkeiten für Schulen, Kitas und Sporthallen
Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie öffentliche Bauvorhaben künftig schneller und wirtschaftlicher umgesetzt werden können. Dabei ging es insbesondere um Schulen, Kindertagesstätten, Sporthallen und Verwaltungsgebäude.
Diskutiert wurden serielle und modulare Bauweisen mit vorgefertigten Bauteilen sowie Modelle, bei denen Planung und Bau aus einer Hand erfolgen. Auch die langfristigen Kosten für Betrieb und Instandhaltung sowie Nachhaltigkeitsaspekte spielten eine Rolle.
Solche Ansätze könnten der Stadt helfen, dringend benötigte Infrastruktur trotz begrenzter Haushaltsmittel und Planungskapazitäten zu realisieren.
Wachstumsplan 2035 und Zusammenarbeit in der Region
Oberbürgermeister Hanno Benz beteiligte sich an drei Diskussionsrunden der Metropolarena FrankfurtRheinMain. Themen waren die digitale Widerstandsfähigkeit Südhessens, das Wachstum der Region und die Zukunft der Innenstädte.
In einer Gesprächsrunde mit Vertretern anderer Kommunen stellte Benz den gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg angestoßenen Wachstumsplan 2035 vor.
„Wohnen, Gewerbe und Mobilität machen nicht an Verwaltungsgrenzen halt. Wachstum ist eine Chance, wenn wir es aktiv und gemeinsam gestalten“, betonte der Oberbürgermeister.
Entwicklung der Darmstädter Innenstadt als Thema
Auch die Zukunft der Darmstädter Innenstadt wurde auf der Messe diskutiert. Im Mittelpunkt standen Investitionen privater Unternehmen und die Frage, wie sich Handel, Arbeitsplätze, Gastronomie, Kultur und Aufenthaltsqualität miteinander verbinden lassen.
Als Beispiele nannte die Stadt die „Town Hall“ im ehemaligen Römer-Eck sowie die Übernahme des Luisencenters durch Darmstädter Investoren. Hinzu kommt die Strategie, Verwaltungsstandorte wieder stärker in die Innenstadt zu verlagern. Das Rathausfoyer soll dabei als Anlaufpunkt zusätzliche Besucher in die City bringen.
Weitere Veränderungen sind rund um den Friedensplatz zu beobachten, wo neue gastronomische Angebote entstanden sind. Der Ernst-Ludwigs-Platz wird derzeit saniert.
Wirtschaftsförderung soll internationaler werden
Der neue Messeauftritt ist Teil einer breiteren Neuausrichtung der Darmstädter Wirtschaftsförderung. Dazu gehört auch die erstmalige Teilnahme an der Gamescom in Köln gemeinsam mit dem im vergangenen Jahr gegründeten Games Hub.
Unmittelbar vor der Expo Real war zudem eine Wirtschaftsdelegation in die amerikanische Partnerstadt San Antonio gereist, um Kontakte zu Unternehmen und Institutionen auszubauen.
Künftig will Darmstadt in Zusammenarbeit mit der FrankfurtRheinMain GmbH auch den Messestandort Frankfurt stärker nutzen, um Investoren und Projektentwickler für den Wirtschaftsstandort zu gewinnen.
„Darmstadt hat auf der Expo Real gezeigt, dass Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtentwicklung zusammengedacht werden müssen“, bilanzieren Oberbürgermeister Hanno Benz und Stadtkämmerer André Schellenberg. Die gewonnenen Impulse sollen nun gemeinsam mit den Partnern in konkrete Schritte umgesetzt werden.
(DARMSTADT – RED/PSD/ho)


