Beim Licht- und Klangkunstfestival in Darmstadts Partnerstadt verbindet die Künstlerin Duft, Licht und Klang zu einer Arbeit über Heimat, Erinnerung und Zeit.
Die Darmstädter Künstlerin Helga Griffiths ist vom 23. Oktober bis 7. November 2026 mit ihrer Installation „Migratory Sense“ beim KLANGLICHT Festival in Graz vertreten. Im UNESCO-Welterbe Schloss Eggenberg beschäftigt sie sich mit Erinnerung, Migration und dem Erleben von Zeit. Die Ausstellung in Darmstadts österreichischer Partnerstadt steht unter dem übergeordneten Thema „ZEIT – Kosmos, Geschichte, Gegenwart, Zukunft“.
Helga Griffiths verbindet Duft, Licht und Klang
In ihrer Installation „Migratory Sense“ führt Helga Griffiths verschiedene Sinneseindrücke zusammen. Gemeinsam mit dem Parfümeur Karl-Heinz Bork entwickelte sie auf Grundlage der Erinnerungen und Beschreibungen eines Migranten den Duft einer verlorenen Heimat.
Ergänzt wird die Arbeit durch eine eigens komponierte Klangkomposition von Johannes S. Sistermanns. Im Zentrum steht eine kugelförmige Skulptur, die den Planeten symbolisiert. Auf ihrer Oberfläche überlagern sich Grenzlinien. Durch Öffnungen in der Skulptur gelangen Licht und Duft in den umgebenden Raum.
Der Duft übernimmt dabei eine besondere Rolle: Er kann Erinnerungen an vergangene Orte und Lebensabschnitte wachrufen und Vergangenes in der Gegenwart erfahrbar machen. Die Installation verbindet auf diese Weise persönliche Erinnerungen mit kollektiver Geschichte und der unmittelbaren Wahrnehmung des Augenblicks.
Künstlerische Verbindung zwischen Darmstadt und Graz
Für Helga Griffiths ist die Teilnahme am KLANGLICHT Festival auch eine Rückkehr an einen Ort früherer künstlerischer Anerkennung. Bereits 1998 erhielt sie in Graz den ersten Preis beim Projekt „Kunst auf Zeit“.
Die erneute Präsentation ihrer Arbeit in der österreichischen Stadt unterstreicht zugleich die kulturellen Verbindungen zwischen Darmstadt und Graz, die durch eine Städtepartnerschaft miteinander verbunden sind.
Schloss Eggenberg wird zum Schauplatz für Lichtkunst
Das KLANGLICHT Festival kehrt 2026 nach seinem Gastspiel im Jahr 2021 in das UNESCO-Welterbe Schloss Eggenberg zurück. Das historische Schloss und seine Parkanlage bilden den Rahmen für künstlerische Auseinandersetzungen mit Zeit, Kosmos, Geschichte, Gegenwart und Zukunft.
Neben Graz ist das Festival 2026 erstmals auch in Wien vertreten. Dort wird der historische Schwarzenberggarten beim Schloss Belvedere zum Ausstellungsort zeitgenössischer Licht- und Klangkunst.
(DARMSTADT – RED/PM/Helga Griffiths)
Beitragsbild: Hannes Woidich


