TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt und Universität Mainz werden ab 2027 als Exzellenzverbund gefördert
Großer Erfolg für den Wissenschaftsstandort Darmstadt und die gesamte Rhein-Main-Region: Die Rhein-Main-Universitäten (RMU) werden ab 2027 im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder mit einem hohen Millionenbetrag gefördert. Zu dem Universitätsverbund gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Damit zählen die drei Hochschulen zu den bundesweit zwölf ausgezeichneten Einzeluniversitäten und drei Universitätsverbünden. Die Förderung soll dazu beitragen, die Region Frankfurt-Rhein-Main zu einem international führenden Standort für Forschung, Lehre und Innovation weiterzuentwickeln.
Für die TU Darmstadt bedeutet die Entscheidung eine Stärkung ihrer wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den Partneruniversitäten in Frankfurt und Mainz.
Gemeinsame Forschung bis 2033 ausbauen
Die erfolgreiche Bewerbung der Rhein-Main-Universitäten trägt den Titel „RMU-EXCITE – Excellent. Collaborative. Transformative“. Dahinter steht eine gemeinsame Entwicklungsstrategie für die Jahre 2027 bis 2033.
Im Mittelpunkt stehen die Förderung wissenschaftlicher Spitzenleistungen, die engere Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachgebiete und die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Geplant sind unter anderem gemeinsame Berufungen, der Ausbau von Forschungsinfrastrukturen und die Entwicklung neuer Studienangebote. Darüber hinaus sollen zusätzliche Fördermöglichkeiten für Wissenschaftler in frühen Karrierephasen sowie für künftige Führungskräfte geschaffen werden.
Ein weiteres Ziel besteht darin, wissenschaftliche Erkenntnisse stärker mit gesellschaftlichen Herausforderungen zu verbinden. Die Universitäten wollen dafür den Austausch mit Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit intensivieren.
TU-Präsidentin Tanja Brühl spricht von großem Erfolg
Die Präsidentin der TU Darmstadt und amtierende Sprecherin der Rhein-Main-Universitäten, Professorin Tanja Brühl, begrüßt die Entscheidung.
„Die heutige Entscheidung zur Förderung als Exzellenzverbund ist ein herausragender Erfolg für unsere Allianz“, erklärt Brühl.
Sie hebt insbesondere die Zusammenarbeit der drei Universitäten hervor. Die unterschiedlichen wissenschaftlichen Schwerpunkte und Kompetenzen sollen künftig noch stärker miteinander verbunden werden.
„Als RMU sind wir überzeugt: Gemeinsam können wir mehr erreichen“, betont die TU-Präsidentin.
Mit dem Programm RMU-EXCITE soll die Wissenschaftsregion Frankfurt-Rhein-Main international sichtbarer werden und ihre Attraktivität für Forschende, Studierende und innovative Unternehmen weiter steigern.
Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg
Die Rhein-Main-Universitäten arbeiten bereits seit rund zehn Jahren eng zusammen. Mit der neuen Förderung soll diese Kooperation deutlich ausgebaut werden.
Professor Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, bezeichnet die Auszeichnung als Ergebnis des gemeinsamen Engagements zahlreicher Wissenschaftler und Beschäftigter. Sie eröffne neue Möglichkeiten für Forschung, Studium und Lehre.
Auch Professor Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt, sieht in der Entscheidung eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges.
Die drei Universitäten könnten ihre unterschiedlichen Stärken künftig noch gezielter miteinander verbinden. Dadurch sollen neue Forschungsfelder entstehen und wissenschaftliche Erkenntnisse verstärkt für gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen genutzt werden.
Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützen den Verbund
Eine Besonderheit der Rhein-Main-Universitäten ist ihre länderübergreifende Zusammenarbeit. Mit Hessen und Rheinland-Pfalz stehen zwei Bundesländer hinter dem gemeinsamen Forschungsverbund.
Beide Länder haben die Bewerbung politisch unterstützt und die Voraussetzungen für eine langfristige Zusammenarbeit geschaffen.
Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von einem historischen Erfolg. Die Rhein-Main-Universitäten seien die ersten Hochschulen in Hessen, die im Rahmen der Exzellenzstrategie diesen Titel erhalten, und zugleich der erste länderübergreifende Exzellenzverbund.
„Die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz werden mit den Fördermitteln in Millionenhöhe und dem Renommee der Exzellenzstrategie zu einem internationalen Hotspot für Forschung und Innovation“, erklärt Gremmels.
Auch der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch begrüßt die Entscheidung. Die Förderung verschaffe dem Verbund für die kommenden sieben Jahre Planungssicherheit und eröffne neue Entwicklungsmöglichkeiten.
Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Darmstadt
Mit der Auszeichnung erhält die TU Darmstadt zusätzliche Möglichkeiten, ihre Forschung gemeinsam mit den Partneruniversitäten weiterzuentwickeln.
Die Förderung soll insbesondere dort neue Perspektiven eröffnen, wo Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und Hochschulen zusammenarbeiten. Dazu gehören gemeinsame Forschungsprojekte, neue Studienangebote und bessere Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Für die gesamte Rhein-Main-Region ist die Entscheidung zugleich eine Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit. Die drei Universitäten wollen ihre Zusammenarbeit nutzen, um international stärker wahrgenommen zu werden und langfristig neue Impulse für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu setzen.
(DARMSTADT – RED/TU Darmstadt)
Beitragsbild: TU Darmstadt

