Grünfläche wird bis Frühjahr 2027 barrierefrei und klimaresilient umgestaltet
Mit einem symbolischen Spatenstich ist am Dienstag der Startschuss für die Neugestaltung der Altstadtanlage in Darmstadt gefallen. Die Bauarbeiten beginnen im August 2026 und sollen bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Während der Bauzeit bleibt die Anlage für die Öffentlichkeit gesperrt, einzelne Bereiche könnten jedoch nach und nach wieder freigegeben werden.
Die Sanierung ist Teil des Städtebauförderprogramms „Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof“. Ziel ist es, die Grünanlage ökologisch aufzuwerten, barrierefrei auszubauen und ihre Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Planung entstand unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Neue Wege, mehr Grün und bessere Barrierefreiheit
In einem ersten Schritt werden Mauern, Beleuchtung und alte Wegebeläge entfernt. Anschließend entstehen neue Wege, Treppen und Beete sowie eine Rampe, die den sogenannten Altstadtbalkon künftig barrierefrei erschließt. Der vorhandene Baumbestand soll dabei weitgehend erhalten bleiben.
Geplant sind außerdem rund 1.400 Quadratmeter neue Staudenflächen, über 150 Sträucher, ein neuer Baum sowie spezielle Sandflächen, die Wildbienen und anderen Insekten als Nistplätze dienen. Neue Sitzbereiche aus Holz und Natursteinpflaster sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen.
Nachhaltigkeit im Mittelpunkt
Ein Schwerpunkt des Projekts ist die Wiederverwendung vorhandener Materialien. Historische Leuchten aus den 1980er Jahren werden überwiegend an den Verein Orplid Darmstadt weitergegeben und dort erneut genutzt. Auch Klinkersteine und Sandsteinplatten werden nach Möglichkeit wiederverwendet.
Die neuen Wege erhalten gesägtes Granitpflaster und werden so gestaltet, dass sie auch mit Rollstühlen und Rollatoren gut befahrbar sind. Ergänzend entstehen Tastkanten und Leitsysteme für blinde und sehbehinderte Menschen.
Archäologie und Denkmalschutz begleiten die Arbeiten
Da sich die Anlage im historischen Bereich der Darmstädter Altstadt befindet, rechnen die Verantwortlichen mit archäologischen Funden. Die Bauarbeiten werden deshalb von der hessischen Landesarchäologie begleitet. Außerdem werden der Datterichbrunnen, das Bodenrelief der Altstadt sowie weitere Kunstwerke während der Bauzeit geschützt oder vorübergehend eingelagert.
Nach Angaben der Stadt wurden auch Empfehlungen der Kriminalprävention berücksichtigt. Durch eine offenere Gestaltung der Grünflächen sollen künftig unübersichtliche Bereiche und sogenannte Angsträume vermieden werden.
Die zuständigen Dezernenten Michael Kolmer und Paul Georg Wandrey betonten, dass mit der Neugestaltung eine moderne Grünanlage entstehen solle, die Klimaschutz, Artenvielfalt, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität miteinander verbindet.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)
Beitragsbild: V.l.n.r.: Grünflächendezernent Michael Kolmer, Annette Laute (Leiterin des Stadtplanungsamts), Anke Bosch (Leiterin des Grünflächenamts), Johannes Drayß (Firma Säger), Birgit Gröning (ProjektStadt) und Ulf Schrader (Planorama Landschaftsarchitektur) beim Spatenstich für die Neugestaltung der Altstadtanlage. Foto: Wissenschaftsstadt Darmstadt
