RP Darmstadt überwacht in Südhessen 175.000 Betriebe mit rund 1,8 Millionen Beschäftigten
Hessens Arbeitsministerin Heike Hofmann hat die Arbeitsschutzabteilung des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt besucht. Gemeinsam mit Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt, Regierungsvizepräsident Dr. Stefan Fuhrmann und Abteilungsleiterin Jutta Flocke tauschte sie sich über aktuelle Aufgaben und Herausforderungen beim Schutz von Beschäftigten aus.
Die acht Arbeitsschutzdezernate des RP befassen sich mit einem breiten Aufgabenspektrum. Dazu gehören die Überwachung von Arbeitsplätzen und Baustellen, Fragen der Betriebssicherheit sowie die Marktüberwachung von Produkten und Medizinprodukten. Auch der Schutz vor Gefahren durch explosionsgefährliche Stoffe fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
Insgesamt ist die Abteilung Arbeitsschutz in Südhessen für Aufsicht, Kontrollen, Beratung, Genehmigungen sowie die Bearbeitung von Anfragen und Beschwerden in rund 175.000 Betrieben mit 1,8 Millionen Beschäftigten zuständig.
Baustellensicherheit als Schwerpunkt
Ein Schwerpunkt des Besuchs war die Sicherheit auf Baustellen. Die Arbeitsschutzaufsicht kontrolliert sowohl kleinere Bauprojekte wie Ein- und Zweifamilienhäuser als auch große und technisch komplexe Vorhaben. Dazu zählen Großbaustellen in Frankfurt ebenso wie der Rückbau des ehemaligen Kernkraftwerks Biblis.
„Wirksamer Arbeitsschutz braucht klare Regeln, fundiertes Wissen und konsequente Umsetzung“, erklärte Hofmann. Gerade auf Baustellen könnten bereits kleine Nachlässigkeiten schwerwiegende Folgen haben. Deshalb seien konkrete Hilfestellungen für Betriebe ebenso notwendig wie gezielte Kontrollen.
Regierungspräsident Hilligardt bezeichnete den Arbeitsschutz als einen zentralen Aufgabenbereich des RP. Die Fachleute seien nah an den Betrieben und mit den Herausforderungen vor Ort vertraut. „Dabei setzen wir sowohl auf Beratung und Unterstützung als auch auf konsequente Kontrollen.“
Arbeitswelt stellt Arbeitsschutz vor neue Aufgaben
Bei ihrem Besuch sprach Hofmann auch direkt mit Beschäftigten der verschiedenen Arbeitsschutzdezernate. Dabei ging es um Veränderungen, die sich aus dem Wandel der Arbeitswelt ergeben.
Digitalisierung, neue Arbeitsformen und zunehmend komplexe technische Entwicklungen verändern auch die Anforderungen an Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Hinzu kommt der Umgang mit psychischen Belastungen von Beschäftigten.
Hofmann dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des RP für ihre Arbeit und hob die Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Regierungspräsidium hervor. Diese sei „immer hochprofessionell und konstruktiv – auch bei kurzfristigem Klärungsbedarf“.
(DARMSTADT – RED/RPDA)
