WERBUNG
Seuchenbekämpfung zeigt Wirkung bei Afrikanischer Schweinepest
Seit mehr als sieben Monaten wurde im Kreis Groß-Gerau kein weiterer Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei verendeten Wildschweinen festgestellt. Bereits zuvor waren die Fallzahlen deutlich rückläufig. Der Kreis wertet diese Entwicklung als wichtigen Erfolg der koordinierten Seuchenbekämpfung.
Erster Kreisbeigeordneter Adil Oyan spricht von einem ermutigenden Signal und hebt die enge Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter hervor.
Breites Netzwerk an Einsatzkräften
An der Bekämpfung beteiligt sind unter anderem Jägerschaft, HessenForst, Ausbilder und Prüfer der Kadaverspürhunde, Suchteams mit Drohnen und Spürhunden, kommunale Bergeteams, Betreiber von Kadaversammelstellen, Zaunwartungsfirmen, Gefahrenabwehr, Feuerwehren sowie weitere Hilfskräfte. Unterstützung kommt zudem vom Regierungspräsidium Darmstadt, dem Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt sowie der Kreisverwaltung.
Im Kreisgebiet wurden zwei Ausbildungsdurchgänge für Kadaverspürhundeteams abgeschlossen. Drohnengebiete werden in einem Vier-Wochen-Rhythmus kontrolliert, Spürhunde kommen wöchentlich und bedarfsorientiert zum Einsatz. Nach Angaben des Kreises ist das Gebiet außerhalb bebauter Ortschaften nahezu vollständig abgesucht.
Rolle der Jägerschaft und Zaunmaßnahmen
Ein zentraler Faktor bleibt die intensive Bejagung. Der Schwarzwildbestand konnte deutlich reduziert werden. Zudem liefern Jägerinnen und Jäger wichtige Hinweise zu Wildbewegungen und unterstützen durch die Nicht-Verwertung erlegten Schwarzwildes die Eindämmung.
Auch die Schutzmaßnahmen entlang der Zauntrassen wurden fortlaufend angepasst. Der Kreis appelliert, installierte Tore geschlossen zu halten. Zaunschäden können über die Internetseite des Kreises gemeldet werden:
afrikanische-schweinepest
Perspektive: Aufhebung des Kerngebiets geprüft
Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage wird eine großflächige Aufhebung des Kerngebiets geprüft. Zudem laufen Vorbereitungen für eine mögliche Rückstufung in Sperrzone I, sofern bis zum Herbst keine weiteren positiven ASP-Fälle auftreten.
Der Kreis betont, dass die Afrikanische Schweinepest weiterhin höchste Aufmerksamkeit erfordere. Ziel bleibe es, die Tierseuche dauerhaft aus dem Kreisgebiet zu verdrängen.
(KREIS GROSS-GERAU – PSKGG)