Geschützte Tiere prägen Naturraum in Weiterstadt seit Jahren
Am Steinrodsee und entlang des Apfelbachs in Weiterstadt sind Biber seit mehreren Jahren heimisch. Wie die Stadt mitteilt, hat sich der streng geschützte Nager dort erfolgreich angesiedelt.
Mehrere Tiere im Gebiet aktiv
Bei einem Kontrolltermin informierte sich Bürgermeister Niklas Gehnich gemeinsam mit dem Umweltamt über die aktuelle Situation. Nach Einschätzung der Fachstellen leben inzwischen mehrere Tiere in dem Gebiet.
Da Biber dämmerungs- und nachtaktiv sind, lassen sie sich nur selten beobachten. Typische Hinweise auf ihre Anwesenheit sind angenagte oder gefällte Bäume sowie Bauspuren entlang der Gewässer.
Schutzmaßnahmen und Einschränkungen
Um die Tiere nicht zu stören, sind Aktivitäten am Steinrodsee in den Abend- und Nachtstunden untersagt. Die Stadt kontrolliert die Biberaktivitäten regelmäßig, insbesondere in den Wintermonaten.
Zum Schutz einzelner Bäume werden Drahtummantelungen oder spezielle Schutzanstriche eingesetzt. Gleichzeitig bleiben gefällte oder angenagte Bäume vor Ort, sofern keine Gefahr besteht. Dadurch soll verhindert werden, dass Biber weitere gesunde Bäume beschädigen.
Lebensweise der Tiere
Biber ernähren sich im Sommer vor allem von Pflanzen, im Winter jedoch verstärkt von Rinde und Knospen. Dafür fällen sie gezielt Bäume, deren Holz sie auch für den Bau von Dämmen und Burgen nutzen.
Bevorzugt werden weiche Holzarten wie Weiden, Pappeln oder Birken. Gelegentlich werden jedoch auch andere Baumarten angenagt.
Appell an die Bevölkerung
Die Stadt Weiterstadt bittet darum, die Schutzmaßnahmen zu respektieren und Rücksicht auf die Tiere zu nehmen. Ziel ist ein dauerhaftes Miteinander von Mensch und Natur im sensiblen Lebensraum rund um den Steinrodsee.
(WEITERSTADT – RED/PSW)
