RP Darmstadt warnt vor Überhitzung und möglicher Explosionsgefahr
Wie das Regierungspräsidium Darmstadt mitteilt, sind bei der Überprüfung von Camping-Gaskochern erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt worden. Mehrere Produkte mussten deshalb aus dem Verkehr gezogen werden.
Überhitzte Gaskartuschen als Risiko
Im Rahmen der Kontrollen wurden insgesamt zwölf Geräte sicherheitstechnisch geprüft. Dabei zeigte sich, dass sich bei mehr als der Hälfte der getesteten Gaskocher die Gaskartuschen über die zulässige Temperatur von 50 Grad Celsius hinaus erhitzten.
Diese Überhitzung kann zu einem gefährlichen Druckanstieg führen und im schlimmsten Fall eine Explosion verursachen. Die festgestellten Mängel führten zu entsprechenden Produktrückrufen.
Weitere Mängel bei Kennzeichnung und Dokumentation
Neben den sicherheitsrelevanten Problemen wurden bei rund 70 Prozent der geprüften Geräte auch formale Mängel festgestellt. Dazu zählen unzureichende Kennzeichnungen sowie fehlerhafte oder unvollständige Begleitunterlagen.
Bei einem besonders auffälligen Gerät fehlten zudem wichtige Nachweise wie eine EU-Konformitätserklärung und eine Baumusterprüfbescheinigung. Insgesamt wurden hier 14 Mängel dokumentiert.
Information an EU-Behörden
Über die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin wurde auch die Europäische Kommission über die Risiken informiert. Die EU-Mitgliedstaaten wurden entsprechend über die Maßnahmen in Deutschland unterrichtet.
Hinweise für Verbraucher
Die Marktüberwachung empfiehlt, bei der Nutzung von Camping-Gaskochern besonders aufmerksam zu sein. Wichtig ist unter anderem, die Bedienungsanleitung zu beachten und die maximale Topfgröße einzuhalten.
Nach dem Kochen sollte das Kochgeschirr sofort vom Gerät entfernt werden, um eine zusätzliche Erwärmung der Gaskartusche zu vermeiden.
(DARMSTADT – RED/RPDA)
