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Kommunales Jobcenter stärkt Familien mit knapp 1,9 Millionen Euro
Das Kommunales Jobcenter Kreis Groß-Gerau hat für das Projekt „famos³ – familienorientiert. Aktiv. Miteinander. Offen. Sozial³“ eine Förderzusage in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro erhalten. Die Mittel stammen aus dem Europäischer Sozialfonds Plus und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Ziel des Projekts ist es, Familien mit besonderen Belastungen gezielt zu unterstützen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
Unterstützung für Familien mit Mehrfachbelastungen
Das Projekt richtet sich an Familien mit Kindern, die Bürgergeld, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen oder einen entsprechenden Anspruch haben. Besonders berücksichtigt werden Alleinerziehende, Familien mit Migrationsgeschichte sowie Haushalte, die durch gesundheitliche Einschränkungen stark belastet sind. Im Mittelpunkt stehen Beratung und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung, in Erziehungsfragen sowie beim Zugang zu weiterführenden Hilfsangeboten.
Umgesetzt wird „famos³“ gemeinsam mit dem Caritasverband Offenbach/Main e.V., der mithilfe der Fördermittel drei Pädagogen in den beteiligten Kommunen einsetzt. Diese arbeiten direkt vor Ort mit den Familien.
Ganzheitlicher Ansatz mit Familiencoaching
Ein zentrales Element des Projekts ist ein ganzheitliches Familiencoaching. Dabei werden Familien in Einzel- und Gruppenformaten begleitet. Ergänzend gibt es niedrigschwellige Angebote in den Bereichen Bewegung, gesunde Ernährung, Kultur und Sport. Ziel ist es, die individuellen Ressourcen der Familien zu stärken und langfristig ihre gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern.
Zusätzlich unterstützt ein Arbeitsmarktexperte des Kommunalen Jobcenters die Teilnehmenden bei der Entwicklung von Perspektiven für den Einstieg oder Wiedereinstieg in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
Zusammenarbeit über Zuständigkeiten hinweg
Ein weiteres Ziel von „famos³“ ist es, neue Formen der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit zu erproben. Sozialhilfe, Arbeitsförderung, Jugendhilfe und Schulwesen sollen enger verzahnt werden, um Familien mit komplexen Problemlagen wirksamer zu erreichen. Dazu werden Kooperationsroutinen, neue Formate der Fallbearbeitung sowie verbesserte Kommunikationswege entwickelt und erprobt.
Als Projektträger übernimmt das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau mit drei Personalstellen die Gesamtsteuerung, Koordination der 14 Kooperationspartner sowie das Controlling des Vorhabens.
Beteiligte Kommunen und Projektstart
Am Projekt beteiligt sind die Städte Ginsheim-Gustavsburg, Mörfelden-Walldorf und Kelsterbach. Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen hoben insbesondere die enge Verknüpfung von Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie den praktischen Nutzen für Familien vor Ort hervor.
Bereits Anfang Februar ist ein Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen geplant. Ab dem zweiten Quartal 2026 können interessierte Familien in das Projekt einsteigen. Über eine Laufzeit von drei Jahren sollen insgesamt 450 Teilnehmende erreicht werden.
Hintergrund zum Europäischen Sozialfonds
Der Europäische Sozialfonds ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Förderung von Beschäftigung und sozialer Integration. In der Förderperiode 2021 bis 2027 stehen Deutschland insgesamt rund 6,56 Milliarden Euro zur Verfügung, davon ein erheblicher Anteil für Programme wie „famos³“.
(KREIS GROSS-GERAU – RED/PSKGG)
Beitragsbild: Von links: Adil Oyan (Erster Kreisbeigeordneter Kreis Groß-Gerau), Elke Rothenheber (Bereichsleitung Arbeitsmarkt und Integration Kommunales Jobcenter Kreis Groß-Gerau), Thorsten Siehr (Bürgermeister Ginsheim-Gustavsburg), Robert Hoffmann (Vorstand Kommunales Jobcenter Kreis Groß-Gerau), Martin Webers (Vorstand Caritasverband Offenbach/Main e.V.), Manfred Ockel (Bürgermeister Kelsterbach) und Karten Groß (Bürgermeister Mörfelden-Walldorf) bei der Vorstellung des SF-Plus-Projektes famos³. Foto: Kommunales Jobcenter Kreis Groß-Gerau