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Stadt startet Vorarbeiten am Osthang der UNESCO-Welterbestätte
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beginnt noch im Februar mit den Vorbereitungen für den Bau des Informationszentrums am Osthang der UNESCO-Welterbestätte Mathildenhöhe. Nach entsprechenden Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung sowie vorliegenden Genehmigungen wird damit ein zentrales Projekt zur funktionalen Ergänzung des Ensembles umgesetzt.
Das geplante Informationszentrum soll künftig Service, Information und Vermittlung bündeln und die historischen Gebäude der Mathildenhöhe entlasten. Durch die Lage am Osthang in der Pufferzone des Welterbes wird das Ensemble geschützt und zugleich besser erschlossen.
Allgemeinverfügungen regeln Bauvorbereitung
Grundlage für den Beginn der Arbeiten sind zwei Allgemeinverfügungen nach dem Hessischen Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Demnach ist das Betreten, der Aufenthalt und jede Nutzung des Grundstücks am Olbrichweg (Osthang Mathildenhöhe) untersagt.
Die Verfügung tritt am 18. Februar 2026 um 6 Uhr in Kraft und gilt bis 20. Februar 2026. Ab diesem Zeitpunkt wird die Fläche als Baustelle ausgewiesen und bleibt aus Sicherheitsgründen weiterhin nicht zugänglich. Zunächst sind Fäll- und Rodungsarbeiten vorgesehen sowie der Umzug des temporären Festivalzentrums „Main Hall“.
Schlüsselbaustein für die Welterbestätte
Oberbürgermeister Hanno Benz sowie die Dezernenten Michael Kolmer und Paul Georg Wandrey betonen die Bedeutung des Projekts für den langfristigen Schutz und die Entwicklung der Mathildenhöhe. Eine zentrale Drehscheibe für Besucherlenkung und Wissensvermittlung sei notwendig, da bestehende Gebäude diese Funktionen räumlich und hinsichtlich Barrierefreiheit nicht erfüllen könnten.
Der Bedarf eines Informationszentrums wurde bereits im Managementplan der Mathildenhöhe, in einer Tourismusstudie aus dem Jahr 2016 sowie in Beratungen mit dem Welterbebeirat und ICOMOS benannt. Der Bebauungsplan wurde mit Öffentlichkeitsbeteiligung erarbeitet und 2025 mit deutlicher Mehrheit beschlossen.
Entlastung der historischen Gebäude
Künftig soll das Informationszentrum als erste Anlaufstelle für Gäste dienen. Neben einem Informations- und Servicebereich sind eine kompakte Ausstellung zur Geschichte und Bedeutung der Mathildenhöhe sowie ein multifunktionaler Raum für Vorträge, Workshops und Bildungsangebote vorgesehen.
Funktionen wie Ticketverkauf, Besuchergruppen-Sammelpunkte, Sanitäranlagen und ein kleiner Gastronomiebereich werden in das neue Gebäude verlagert. Dadurch können sich die denkmalgeschützten Gebäude stärker auf Ausstellung und Kultur konzentrieren, was zu einem schonenderen Umgang mit der historischen Substanz beitragen soll.
Ökologische Leitplanken und Freiraumgestaltung
Die geplanten Rodungsarbeiten gelten als Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts. Nach Angaben der Stadt sollen Eingriffe in Natur und Baumbestand auf das notwendige Maß reduziert werden. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind vorgesehen, artenschutzrechtliche Vorgaben werden fachlich begleitet.
Ein begleitender freiraumplanerischer Wettbewerb soll eine sensible Gestaltung von Gebäude und Umfeld sicherstellen. Öffentliche Grünflächen bleiben erhalten und weiterhin nutzbar.
Impulse für Stadtentwicklung und Tourismus
Als Welterbestätte hat die Mathildenhöhe eine hohe Bedeutung für das Image der Stadt. Das Informationszentrum soll die Besucherführung professionalisieren, den Aufenthalt strukturieren und langfristig positive Effekte für Gastronomie, Handel und weitere Kulturinstitutionen entfalten.
Nach Sanierungen bestehender Gebäude versteht die Stadt den Neubau als letzten funktionalen Baustein der baulichen Komplettierung der Welterbestätte – als Eingangstor, Servicepunkt und Lernort zugleich.
Weitere Informationen zur UNESCO-Welterbestätte Mathildenhöhe sind auf der Website der Stadt Darmstadt abrufbar:
www.darmstadt.de
(DARMSTADT – RED/PSD/ho)