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Kläranlagen und Industrieeinleitungen im Fokus der Umweltkontrollen
Das Regierungspräsidium Darmstadt hat im Jahr 2025 rund 600 Wasserproben an kommunalen Kläranlagen und industriellen Einleitungen untersucht. Wie die Behörde mitteilt, dient die regelmäßige Kontrolle dazu, den ökologischen Zustand von Flüssen und Bächen im Regierungsbezirk zu überwachen und die Reinhaltung der Gewässer sicherzustellen.
195 Kläranlagen und 77 industrielle Einleitungen kontrolliert
Insgesamt überwacht das Regierungspräsidium 195 kommunale Kläranlagen sowie 77 industrielle Einleitungen in seinem Zuständigkeitsbereich. Die Proben werden an den Abläufen der Anlagen mindestens zweimal pro Jahr entnommen und im Labor auf Nähr- und Schadstoffe analysiert.
In besonders sensiblen Gewässern erfolgen die Kontrollen häufiger. Ziel ist es, frühzeitig mögliche Belastungen zu erkennen und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen.
Maßnahmen bei Überschreitungen
Werden die in der jeweiligen wasserrechtlichen Erlaubnis festgelegten Überwachungswerte überschritten, fordert die zuständige Wasserbehörde die Betreiber auf, zeitnah geeignete Maßnahmen umzusetzen. Diese sollen die Reinigungsleistung der Anlagen verbessern.

Mögliche Maßnahmen können beispielsweise eine Anpassung des Fällmitteleinsatzes oder eine Optimierung der Belüftung in Belebungsbecken sein.
Anforderungen werden kontinuierlich verschärft
Um einen guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen, werden die Anforderungen an kommunale Kläranlagen und industrielle Einleitungen fortlaufend angepasst und verschärft. Die staatliche Abwasserüberwachung dient dazu, die Einhaltung dieser Vorgaben zu kontrollieren.
Überschreitungen bedeuten in der Regel keine dauerhafte Gewässerverunreinigung. Sie geben jedoch Hinweise darauf, dass eine Anlage zeitweise nicht die erforderliche Reinigungsleistung erreicht. In diesen Fällen werden die zuständigen Wasserbehörden tätig, um mögliche Beeinträchtigungen der Gewässer zu vermeiden.
(DARMSTADT – RED/RPD)