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Aufsichtsrat setzt Task-Force für schnellen Forschungsbetrieb ein
Nach dem Brandereignis am 5. Februar 2026 hat sich der Aufsichtsrat des GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in einer außerordentlichen Sitzung mit der aktuellen Lage befasst. In Abstimmung mit der Geschäftsführung wurden Sofortmaßnahmen zur schnellen Wiederherstellung des Forschungsbetriebs beschlossen.
Im Fokus stehen Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten, alternative Lösungen zur Wiederaufnahme des Experimentierbetriebs sowie die Inbetriebnahme von FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research. Zudem sollen Überbrückungsmöglichkeiten für Forschende geschaffen werden, die kurzfristig auf Strahlzeiten angewiesen sind.
Gemeinsame Task-Force eingerichtet
Der Aufsichtsrat begrüßt die Einrichtung einer Task-Force unter Beteiligung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt, des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie der Geschäftsführung. Ziel ist eine koordinierte Umsetzung der Maßnahmen.
Darüber hinaus wurde die Geschäftsführung gebeten, zügig Vorschläge für ein geeignetes wissenschaftliches Übergangsprogramm zu erarbeiten. Dazu gehören insbesondere kurzfristige Lösungen zur Bereitstellung von Strahlzeiten und das sogenannte FAIR-Commissioning.
Brand im Bereich der Hochspannungsversorgung
Das Feuer war am 5. Februar gegen 6 Uhr im Bereich der elektrischen Hochspannungsversorgung für den Linearbeschleuniger UNILAC ausgebrochen, vermutlich infolge eines Kurzschlusses. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich der Beschleuniger nicht im wissenschaftlichen Betrieb, sondern in einer technischen Vorbereitungsphase.
Ohne die Hochspannungsversorgung des UNILAC kann die nachgelagerte Beschleunigeranlage nicht betrieben werden. Dadurch ist auch die daran gekoppelte Forschung derzeit eingeschränkt.
Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr und funktionierender Brandschutzsysteme blieb der Schaden auf das UNILAC-Gebäude begrenzt. Andere Bereiche auf dem Campus sind nicht betroffen, darunter der Ringbeschleuniger SIS18, die angeschlossenen Experimentiereinrichtungen, der Höchstleistungslaser PHELIX sowie das Rechenzentrum Green IT Cube.
(DARMSTADT – RD/PM/GSI)