Luise-Büchner-Bibliothek beleuchtet am 14. Oktober die bewegte Geschichte eines Manuskripts – Eintritt frei
Die Luise-Büchner-Bibliothek im Literaturhaus Darmstadt lädt am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 18 Uhr zu einem Bibliotheksgespräch über Hannah Arendt und ihre Biografie der Schriftstellerin Rahel Varnhagen ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, was mit dem nahezu abgeschlossenen Manuskript geschah, als Arendt 1933 vor den Nationalsozialisten fliehen musste. Die Veranstaltung findet anlässlich ihres 120. Geburtstags statt.
Hannah Arendt und die Geschichte ihres Manuskripts
Bereits während ihres Studiums in Heidelberg beschäftigte sich die Philosophin und politische Theoretikerin Hannah Arendt (1906–1975) mit der Literatur der deutschen Romantik. Nach Abschluss ihrer Dissertation im Jahr 1928 begann sie, in der Berliner Staatsbibliothek Briefe und Tagebücher aus dem Varnhagen-Archiv auszuwerten.
Ihr Ziel war eine „experimentelle“ Biografie über Rahel Varnhagen (1771–1833), eine bedeutende Persönlichkeit der Berliner Salonkultur.
Als Arendt im Frühjahr 1933 von der Gestapo verhaftet wurde, war das Manuskript nahezu fertiggestellt. Nach ihrer Freilassung floh sie zunächst nach Paris und später in die USA.
Was aus dem Manuskript wurde und welchen Weg es bis zu seiner Veröffentlichung nahm, steht im Mittelpunkt des Bibliotheksgesprächs. Die Veranstaltung erinnert zugleich an Arendts Leben und Werk.
www.luise-buechner-gesellschaft.de
(DARMSTADT – RED/PM/Agnes Schmidt)
(Beitragsbild: Hannah Arendt, 1933. Foto: unbekannt / Wikimedia Commons, gemeinfrei)


