Kriminalstatistik 2025 zeigt sinkende Fallzahlen
Wie das Polizeipräsidium Südhessen mitteilt, ist die Region auch im Jahr 2025 eine der sichersten in Hessen und zählt bundesweit weiterhin zu den sichersten Gebieten. Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt erneut einen Rückgang der Straftaten.
Weniger Straftaten und höhere Aufklärungsquote
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Südhessen insgesamt 43.421 Straftaten. Das sind rund 3.100 Fälle weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang von 6,7 Prozent entspricht.
Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote auf 60,4 Prozent. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl, die Straftaten pro 100.000 Einwohner abbildet, liegt mit 3.928 auf einem sehr niedrigen Niveau.
Damit gehört Südhessen bereits zum achten Mal in Folge zu den sichersten Regionen Deutschlands.
Rückgänge bei Diebstahl und Straßenkriminalität
Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei Diebstahlsdelikten sowie bei der Straßenkriminalität. Letztere sank um mehr als sechs Prozent. Langfristig betrachtet ist die Straßenkriminalität sogar deutlich zurückgegangen.
Auch bei Körperverletzungsdelikten gab es erstmals seit Jahren einen Rückgang.
Anstieg bei Gewalt gegen Einsatzkräfte
Eine negative Entwicklung zeigt sich hingegen bei Straftaten gegen Einsatzkräfte. Die Zahl der betroffenen Polizeibeamtinnen und -beamten sowie Rettungskräfte ist deutlich gestiegen.
Auch Gewalt gegen Frauen bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Polizei betont, dass insbesondere häusliche Gewalt nach wie vor ein zentrales Problem darstellt.
Wohnungseinbrüche leicht gestiegen
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Jahr 2025 leicht angestiegen, bleibt jedoch im langfristigen Vergleich auf einem niedrigen Niveau.
Ein hoher Anteil der Taten blieb im Versuchsstadium, was laut Polizei auf wirksame Sicherungsmaßnahmen zurückzuführen ist.
Kriminalität verlagert sich ins Internet
Ein wachsender Bereich bleibt die Internetkriminalität. Rund zehn Prozent aller Straftaten werden inzwischen online begangen.
Insbesondere Betrugsdelikte nehmen zu, auch durch neue technische Möglichkeiten wie künstliche Intelligenz.
Jugendkriminalität rückläufig
Positiv entwickelt sich die Jugendkriminalität. Die Zahl der Straftaten durch unter 21-Jährige ist erneut gesunken und liegt auf dem niedrigsten Stand seit Jahren.
Die Polizei führt dies unter anderem auf verstärkte Präventionsarbeit zurück.
Hohe Einsatzbelastung der Polizei
Neben der Kriminalitätsbekämpfung bleibt die Einsatzbelastung hoch. Über 168.000 Einsätze und rund 147.000 Notrufe wurden im Jahr 2025 bearbeitet.
Zusätzlich wurden zahlreiche Kontrollen, Versammlungen und Großeinsätze begleitet.
Polizei setzt weiter auf Prävention und Kontrollen
Für das Jahr 2026 kündigt die Polizei an, die bisherigen Maßnahmen fortzusetzen und weiter auszubauen. Neben Prävention und Kontrollen soll insbesondere die Bekämpfung von Internetkriminalität und Sozialkriminalität verstärkt werden.
(RED/ots)
