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Rund zwei Millionen Euro Landesmittel für Naturschutz in 2026 bewilligt
Wie das Regierungspräsidium Darmstadt mitteilt, hat sich die Behörde mit den Landschaftspflegeverbänden im Regierungsbezirk zu einem ganztägigen Austausch getroffen. Im Mittelpunkt standen das Management von Schutzgebieten sowie die Förderung der Verbände durch das Land Hessen.
Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt betonte die Bedeutung der kooperativen Arbeit: Die Landschaftspflegeverbände leisteten durch ihre praxisnahe Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Südhessen. Durch die Einbindung von Landwirtschaft, ehrenamtlichem Naturschutz und Kommunen seien Projekte vor Ort gut umsetzbar und würden auf hohe Akzeptanz stoßen.
Austausch zu Naturschutz und Monitoring
Fachleute des Regierungspräsidiums informierten über aktuelle Entwicklungen im Naturschutz sowie über künftige Aufgabenschwerpunkte. Themen waren unter anderem das Schutzgebietsmonitoring sowie die Finanzierung geplanter Maßnahmen. Gleichzeitig nutzten die Verbände die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen.
Die Landschaftspflegeverbände werden mit Landesmitteln gefördert. 2025 konnten erstmals in allen zehn Landkreisen des Regierungsbezirks entsprechende Verbände mit insgesamt 1,9 Millionen Euro unterstützt werden. Für 2026 wurden erneut rund zwei Millionen Euro bewilligt. Die Mittel fließen in die Vorbereitung, Begleitung und Evaluation von Naturschutzmaßnahmen.
Fokus auf Natura 2000 und Offenland
Schwerpunkt der Förderung ist die Umsetzung von Maßnahmen in europaweit geschützten Natura-2000-Gebieten, insbesondere im Offenland. Ziel ist es, seltene Arten und wertvolle Lebensräume zu erhalten oder wiederherzustellen. Dabei arbeiten die Landschaftspflegeverbände eng mit der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt sowie mit Forstämtern und Landkreisen zusammen.
Zu den aktuellen Projekten zählen unter anderem:
- Beratung von Landwirtinnen und Landwirten zur naturschutzgerechten Bewirtschaftung artenreichen Grünlands, etwa durch extensive Beweidung oder Mahd.
- Artenschutzprojekte für gefährdete Arten wie Feldhamster, Rebhuhn oder Amphibien.
- Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen mit Beratung von Grundstückseigentümern sowie Unterstützung bei Förderanträgen. Davon profitieren Arten wie Steinkauz, Gartenrotschwanz oder Wendehals.
Weitere Informationen stellt das Regierungspräsidium Darmstadt unter
rp-darmstadt.hessen.de bereit.
(DARMSTADT – RED/RPDA)
Beitragsbild: Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt mit Vertreterinnen und Vertretern der Landschaftspflegeverbände. Foto: Darmstadt