Projekt des Theater Moller Haus erleichtert kulturelle Teilhabe
Ein Theaterbesuch kann für Kinder ein prägendes Erlebnis sein. Doch gerade für Schulen, Kitas oder Vereine aus dem Landkreis ist der Weg ins Theater oft mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden. Mit dem Merck-Theaterbus gibt es dafür eine einfache Lösung: Gruppen werden direkt an ihrer Einrichtung abgeholt und gemeinsam zum Theater Moller Haus gebracht.
Das Projekt wird durch Merck ermöglicht und richtet sich gezielt an Einrichtungen aus dem Umland. Ziel ist es, kulturelle Bildung auch dort zugänglich zu machen, wo der Weg ins Theater sonst eine Hürde darstellen würde.
Über Idee, Wirkung und Perspektiven des Projekts spricht Kristina Werner, von vielen „Tinka“ genannt. Sie ist eine der beiden Geschäftsführerinnen des Theater Moller Haus und leitet den Bereich Kinder- und Jugendkultur.
Der Merck-Theaterbus ermöglicht Kita-, Schul- und Vereinsgruppen aus dem Umland eine kostenfreie und direkte Anreise ins Theater Moller Haus. Welche Hürden möchten Sie mit diesem Angebot konkret abbauen – und was war der ursprüngliche Gedanke hinter der Initiative?
Die Idee hinter dem Theaterbus war, eine ganz praktische Barriere abzubauen: den Weg ins Theater. Viele Schulen und Kitas im Landkreis haben keine einfache Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Gerade mit jüngeren Kindern wird ein Theaterbesuch dadurch schnell zu einer logistischen Herausforderung – mit Umstiegen, Zeitdruck und zusätzlichen Kosten.
Der Theaterbus macht diesen Weg einfach: Die Gruppen werden direkt an ihrer Einrichtung abgeholt und gemeinsam zum Theater gebracht. Damit wird kulturelle Teilhabe konkret möglich. Für viele Kinder ist das tatsächlich der erste Besuch in einem Theater.
Für viele Kinder aus dem Landkreis ist ein Theaterbesuch keine Selbstverständlichkeit. Der Theaterbus sorgt dafür, dass kulturelle Bildung nicht davon abhängt, wie gut ein Ort angebunden ist oder welche Ressourcen eine Schule hat.
Für viele Bildungseinrichtungen ist ein Theaterbesuch mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden. Wie erleben Sie die Resonanz bei Lehrkräften und Erzieherinnen beziehungsweise Erziehern auf dieses Angebot?
Die Resonanz ist sehr positiv. Viele Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher erzählen uns, dass sie ohne den Bus keinen Theaterbesuch organisieren könnten. Gerade mit jüngeren Kindern ist es im Alltag kaum machbar, mit einer ganzen Gruppe mehrere öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Der Bus nimmt ihnen diese organisatorische Hürde ab. Dadurch wird kulturelle Bildung im Schulalltag überhaupt erst möglich.
Der Theaterbus richtet sich bewusst an Gruppen aus dem Landkreis und dem Umland. Warum war diese geografische Fokussierung wichtig, und welche Bedeutung hat das für die kulturelle Teilhabe in der Region?
Die Entscheidung war bewusst: Wir wollten gezielt Kinder erreichen, für die der Zugang zu kulturellen Angeboten schwieriger ist. Einrichtungen innerhalb Darmstadts können meist relativ unkompliziert mit Bus oder Bahn ins Theater kommen.
Für viele Orte im Landkreis ist der Weg deutlich komplizierter. Gerade deshalb ist es wichtig, kulturelle Angebote auch dort zugänglich zu machen. Kulturelle Bildung sollte nicht vom Wohnort abhängen.
Inwiefern ist der Theaterbus aus Ihrer Sicht mehr als nur ein Transportmittel? Welche Rolle spielt er für die kulturelle Bildung und die erste Begegnung junger Menschen mit Theater?
Der Bus ist eigentlich Teil des gesamten Theatererlebnisses. Für viele Kinder beginnt der Ausflug schon mit der Fahrt: Sie steigen gemeinsam ein, fahren zusammen los und spüren, dass heute etwas Besonderes passiert.
Diese gemeinsame Reise schafft einen Übergang vom Alltag in eine andere Welt. Theater eröffnet Kindern einen Raum, in dem sie Geschichten erleben, Perspektiven wechseln und sich in andere Menschen hineinversetzen können.
Im Theater erleben Kinder Geschichten gemeinsam mit anderen Menschen im Raum. Sie sehen unterschiedliche Perspektiven, reagieren miteinander und merken: Es gibt nicht nur eine Sicht auf die Welt. Genau darin liegt auch eine wichtige Erfahrung für demokratisches Zusammenleben.
Welche Wirkung beobachten Sie bei Kindern und Jugendlichen, die vielleicht zum ersten Mal eine professionelle Theatervorstellung erleben?
Gerade beim ersten Theaterbesuch sieht man oft, wie unmittelbar Kinder reagieren: Sie lachen, sind ganz still oder fiebern mit. Theater spricht nicht nur den Kopf an, sondern auch Gefühle und Vorstellungskraft – und genau das bleibt oft lange in Erinnerung.
Wie wichtig ist die Unterstützung durch Merck für die Umsetzung des Projekts – und welche Perspektiven sehen Sie für die Weiterentwicklung des Theaterbusses in den kommenden Jahren?
Die Unterstützung durch Merck ist für uns zentral. Sie ermöglicht es, die Busfahrten für Schulen und Kitas kostenfrei anzubieten und damit wirklich niedrigschwellig zu bleiben.
Die Nachfrage zeigt deutlich, wie groß der Bedarf ist. Unser Wunsch ist, dass möglichst viele Kinder aus der Region weiterhin die Chance bekommen, Theater zu erleben – unabhängig davon, wo sie wohnen oder welche finanziellen Möglichkeiten ihre Einrichtung hat.
Denn oft ist genau dieser erste Theaterbesuch der Moment, in dem Kinder merken: Geschichten können lebendig werden – und sie selbst sind Teil davon.
Lebenswertes Darmstadt
powered by MerckVereine sind das Herzstück einer Gemeinschaft. Sie fördern soziale Integration und bringen Menschen zusammen. Sie bereichern das lokale Leben durch kulturelle und sportliche Aktivitäten, bieten Bildungsangebote und engagieren sich in sozialen Projekten. Kurzum: Sie machen eine Stadt wie Darmstadt lebenswert.
Doch das kostet Geld. Mitgliedsbeiträge reichen da nicht immer aus. In dieser Reihe stellen wir ausgewählte Darmstädter Vereine vor, die durch die Unterstützung von Merck gefördert werden – sei es im Sport, in der Kultur, im Gemeinwohl oder in der naturwissenschaftlichen Bildung.
Jeder dieser Vereine hat eine einzigartige Geschichte und trägt auf seine Weise zur Stärkung der Gemeinschaft bei. Wir haben bei den Verantwortlichen nachgefragt, was ihren Verein ausmacht und wie die Partnerschaft mit Merck nicht nur finanzielle Unterstützung bietet, sondern auch Wachstum und Entwicklung schafft.
Erfahren Sie mehr darüber, wie vielfältig die Darmstädter Vereinslandschaft ist und wie Merck und seine Partner gemeinsam mehr schaffen – für eine lebenswerte Region.
