Hauptpreis für Projekt mit Märchen in südhessischer Mundart
Die Mundartfreunde Südhessen sind mit dem Hauptpreis des Hessischer Mundartpreis 2026 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand Ende Februar in Marburg statt. Die Siegerurkunde überreichte Ingmar Jung, Heimatminister des Landes Hessen.
Für den Verein nahm der Vorsitzende Fritz Ehmke gemeinsam mit seiner Ehefrau Dietlinde die Auszeichnung entgegen.
Auszeichnung für Märchenprojekt in Mundart
Gewürdigt wurde das Projekt „Es woar emol – Märche in Südhessischer Mundart“. Dabei wurden bekannte Märchen als Hörbücher sowie als zweisprachige Begleitbücher neu gestaltet und von Muttersprachlern eingesprochen.
Das Projekt richtet sich unter anderem an Kindertagesstätten und Schulen und soll auch neu zugezogene Familien dazu ermutigen, die regionale Mundart kennenzulernen. Musik, Illustrationen und ein gemeinnütziger Zweck erhöhen zusätzlich die Reichweite des Projekts.
Der Erlös aus dem Verkauf des Buches mit Tonträger kommt dem Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar zugute.
Mundart als Teil regionaler Kultur
Während der Preisverleihung wurde auch ein Video aus dem Tonstudio in Modautal gezeigt. Darin lesen Kinder aus dem Märchenbuch und geben Einblicke in die Entstehung des Projekts.
Die Lehrerin Silke Durrer, die das Projekt mit initiiert hat, betonte die Bedeutung der Mundart für die regionale Kultur. Sie rief Eltern und Großeltern dazu auf, Dialekt im Alltag weiterzugeben.
Preisgeld für neues Mundartprojekt
Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro soll für eine Nachauflage des Benefiz-Mundartbuchs „Grodde unn Lauser G’schischde aus Südhesse“ verwendet werden.
Informationen zum Projekt und zu Verkaufsstellen gibt es online unter:
www.gebabbel-suedhessen.de
(RED/PM/Ehmke)
