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Verkehrsuntersuchung bestätigt sichere und leistungsfähige Lösung für alle Verkehrsarten
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am Mittwoch (28.) das Ergebnis der Verkehrsuntersuchung zur Radverkehrsführung in der Kasinostraße zur Kenntnis genommen und die Beauftragung einer Entwurfsplanung beschlossen. Nach einem entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Februar kann die Verwaltung mit der weiteren Planung beginnen.
„Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt damit die Weichen für eine zukunftsfähige Radverkehrsführung in der Kasinostraße“, erklärt Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey. Die umfassende Verkehrsuntersuchung und -simulation für den Abschnitt zwischen Rhein- und Frankfurter Straße habe gezeigt, dass eine sichere, regelkonforme Radverkehrsanlage bei gleichzeitiger Erhaltung der Leistungsfähigkeit aller Verkehrsarten realisierbar sei. Ziel sei eine ausgewogene und verträgliche Aufteilung des Straßenraums im Sinne eines Mobilitäts- und Verkehrsfriedens.
Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit im Fokus
Die Verkehrsuntersuchung wurde auf Grundlage einer Magistratsvorlage aus dem Jahr 2023 beauftragt und folgte klar definierten Kriterien. Oberste Priorität hatte dabei die Verkehrssicherheit. Alle geprüften Varianten basieren auf regelkonformem Verhalten der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer und müssen heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Gleichzeitig sollte das Verkehrssystem für Kraftfahrzeuge, Radverkehr, Fußverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr leistungsfähig bleiben. Insbesondere sollten Rückstaus vermieden und die bewährte ÖPNV-Beschleunigung in Darmstadt erhalten werden.
Grundlage der Untersuchung waren Verkehrszählungen an relevanten Knotenpunkten im Jahr 2024, die Auswertung von Historiendaten zur realistischen Abbildung der Verkehrsmengen trotz der Sperrung der Rheinstraßenbrücke sowie Verkehrssimulationen für die gesamte Kasinostraße und die Parallelachse Dolivostraße im Prognosejahr 2025. In einem iterativen Verfahren wurden verschiedene Querschnitte und Varianten geprüft.
Ergebnis: Mehrheitlich geschützte Radwege möglich
Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass über 60 Prozent der Strecke als geschützter Radweg mit Sicherheitstrennstreifen und ausreichender Breite für Überholvorgänge im Radverkehr umgesetzt werden können. In den übrigen Abschnitten sind überwiegend Radfahrstreifen realisierbar. Lediglich im südlichen Arm der Kreuzung Kasino- und Bismarckstraße ist aufgrund der baulichen Enge und des hohen Verkehrsaufkommens eine Führung des Radverkehrs über den Kfz-Rechtsabbiegerstreifen vorgesehen. Diese Lösung wird durch besondere Sicherungs- und Markierungsmaßnahmen begleitet und stellt unter den gegebenen Rahmenbedingungen die verkehrssicherste und leistungsfähigste Variante dar.
An der Kreuzung Rhein- und Neckarstraße zeigen die Simulationen zudem Verbesserungen für den Kfz-Verkehr gegenüber dem aktuellen Zustand. Die geplante Umsetzung basiert überwiegend auf Markierungsarbeiten und signaltechnischen Anpassungen. Größere bauliche Eingriffe sind nicht vorgesehen, lediglich punktuelle Anpassungen einzelner Mittelinseln können erforderlich werden.
Nächste Schritte
Nach dem geplanten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Februar wird eine Entwurfsplanung erarbeitet und dem Magistrat im Jahr 2026 vorgelegt. Die Umsetzung der rund 1.600 Meter langen Strecke soll in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Parallel ist eine abgestimmte Information der betroffenen Akteure vorgesehen. Nach Abschluss der Maßnahmen ist eine verkehrliche Nachbetrachtung geplant.
„Mit diesem Vorgehen schaffen wir eine überprüfbare, schrittweise Umsetzung, die die Sicherheit erhöht, die Leistungsfähigkeit erhält und einen echten Beitrag zum Verkehrsfrieden in Darmstadt leistet“, so Wandrey abschließend.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)