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Neue Kooperationen sollen Inklusion an Darmstadts Grundschulen stärken
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am Mittwoch (28.) einer neuen Rahmenvereinbarung zur schulischen Teilhabeassistenz zugestimmt. Ziel ist es, die Teilhabe von Kindern mit Beeinträchtigungen im schulischen Alltag weiter zu verbessern und die Inklusion an Darmstadts Grundschulen strukturell auszubauen.
„Mit der Rahmenvereinbarung Teilhabeassistenz legen wir einen neuen Grundstein, um die Inklusion in Grundschulen weiter auszubauen“, erklärt Barbara Akdeniz. „Wir möchten nicht nur, dass allen Kindern die Möglichkeit gegeben wird, in Regelschulen teilzuhaben, sondern arbeiten auch aktiv daran, dass die notwendigen Strukturen in der Jugend- und Eingliederungshilfe dafür vorhanden sind.“
Neuer Ansatz durch Pooling und feste Strukturen
Im Rahmen der Eingliederungshilfe erhalten Kinder mit Beeinträchtigungen Unterstützung durch sogenannte Teilhabeassistenzen. Diese Leistungen werden vom Jugendamt bewilligt und durch freie Träger erbracht, die mit der Stadt Darmstadt entsprechende Leistungsvereinbarungen geschlossen haben. Bislang erfolgte die Unterstützung überwiegend als Einzelfallhilfe.
Mit der neuen Rahmenvereinbarung wird dieser Ansatz erweitert. Künftig sollen Teilhabeassistenzen nicht nur einzelne Kinder begleiten, sondern durch sogenanntes „Pooling“ auch mehrere Schülerinnen und Schüler unterstützen und zugleich inklusionsfördernde Strukturen im Klassenraum stärken. Grundlage hierfür ist eine gemeinsam von freien Trägern und Jugendamt erarbeitete Vereinbarung, der auch der Jugendhilfeausschuss zugestimmt hat.
Enge Zusammenarbeit mit allen Grundschulen
Die Kooperation mit den insgesamt 21 Darmstädter Grundschulen soll deutlich intensiviert werden. Künftig werden an jeder Schule nur noch zwei bis drei freie Träger tätig sein. Für jede Grundschule wird zudem eine feste Ansprechperson aus der Abteilung Eingliederungshilfe im Jugendamt benannt, die die Zusammenarbeit koordiniert und stabile Teams vor Ort aufbaut.
Bisher waren an einzelnen Schulen teilweise bis zu sechs unterschiedliche Träger im Einsatz, was Abstimmungen erschwerte und Kontinuität verhinderte. Durch die neue Struktur sollen Hilfen besser aufeinander abgestimmt, langfristiger angelegt und nahtlos gestaltet werden. Ziel ist es, dass mehr Kinder von den Unterstützungsangeboten profitieren können.
Flexible und nachhaltige Unterstützung
Das Pooling-Modell ermöglicht einen flexibleren und effizienteren Einsatz der Teilhabeassistenz. Unterstützungsleistungen können bedarfsgerecht im Schulalltag erbracht werden, ohne ausschließlich an einzelne Schülerinnen oder Schüler gebunden zu sein. Gleichzeitig bleibt die individuelle Einzelfallförderung weiterhin möglich.
„Wir versprechen uns davon, dass die Energie, die über Leistungen der Eingliederungshilfe in das Schulsystem eingebracht wird, nachhaltige Effekte für die Inklusion entwickelt“, so Akdeniz. „Alle jungen Menschen sollen – unabhängig von ihren Voraussetzungen – gleichberechtigt an Bildung teilhaben können.“
Die Rahmenvereinbarung soll künftig an allen 21 Darmstädter Grundschulen umgesetzt werden und eine rechtssichere, flächendeckende und bedarfsgerechte Grundlage für schulische Teilhabeassistenz schaffen.
(DARMSTADT – RED/PSD/dk)