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Grüne Darmstadt solidarisieren sich mit Mitarbeitenden des Elisabethenstifts
Die Mitarbeitervertretung des Elisabethenstifts hat sich mit einem eindringlichen Schreiben an die Belegschaft gewandt. Darin ruft sie dazu auf, das Wahlrecht wahrzunehmen, demokratischen Kräften eine Stimme zu geben und sich gegen Rassismus, Intoleranz und Hass zu positionieren.
Gleichzeitig macht sie auf die besorgniserregende gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam: Die politische Debatte in Deutschland verschiebt sich zunehmend nach rechts, menschenfeindliche Narrative werden salonfähig und viele Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich zunehmend ausgeschlossen oder gar bedroht.
Social-Media-Kanäle und Onlinemedien haben das Schreiben instrumentalisiert, um das Elisabethenstift öffentlich anzugreifen. In der Folge sind insbesondere Mitglieder der Mitarbeitervertretung und Mitarbeitende am Empfang Ziel von Drohungen und Einschüchterungsversuchen geworden.
Das Elisabethenstift ist ein christliches Krankenhaus, das sich aus seinem Leitbild heraus klar zu Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit und Respekt bekennt. Vor 15 Jahren leitete Heiko Depner die Abteilung Unternehmenskommunikation des Hauses und kennt dessen Werte und die Menschen, die dort arbeiten, gut.
„Die Mitarbeitervertretung hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass unser demokratisches Miteinander in Gefahr ist, wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft abgewertet werden. Viele Menschen mit Migrationshintergrund erleben täglich, dass sie nicht mehr als Teil dieser Gesellschaft wahrgenommen werden – nicht wegen ihres Verhaltens, sondern wegen ihres Namens oder ihres Aussehens. Das ist eine Entwicklung, die uns alle betreffen sollte“, betont Heiko Depner, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen Darmstadt.
Falsch ist hingegen die Behauptung, dass das Elisabethenstift Menschen kündigen würde, nur weil sie eine bestimmte Partei wählen. Tatsächlich gilt auch hier das Arbeitsrecht: Wer sich aber rassistisch oder menschenfeindlich äußert, muss mit Konsequenzen rechnen. Diese Debatte hat der Präsident der Diakonie angestoßen – und sie wird nun von bestimmten politischen Lagern bewusst falsch dargestellt. „Die Mitarbeitervertretung hat Haltung gezeigt. Sie hat sich klar für Demokratie und gegen Hetze positioniert. Das verdient Respekt – nicht Bedrohung. Wir stehen an der Seite der Mitarbeitervertretung, der Belegschaft und aller, die sich für eine offene Gesellschaft einsetzen“, erklärt Depner abschließend.
(DARMSTADT – GRÜNE)