Am 12. August wird die Sonne auch über Darmstadt zu fast 90 Prozent verdeckt – Arthur Schönbein fotografiert für DA.news die totale Finsternis in Nordspanien
Ein seltenes Himmelsschauspiel steht bevor: Am Mittwoch, 12. August 2026, ist über weiten Teilen Europas eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Während der Mond die Sonne im Rhein-Main-Gebiet zu fast 90 Prozent verdecken wird, verläuft die Zone der totalen Sonnenfinsternis unter anderem durch Nordspanien. DA.news wird direkt aus dem Kernschatten berichten: Fotograf Arthur Schönbein reist nach Nordspanien und wird die totale Sonnenfinsternis exklusiv für DA.news mit der Kamera dokumentieren.
Wo genau die Aufnahmen entstehen werden, entscheidet sich erst kurzfristig. Entscheidend ist die Wetterentwicklung am Mittwoch. Je nach Bewölkung wird Schönbein im Laufe des Tages den Beobachtungsort auswählen, der möglichst freie Sicht auf die tief stehende Sonne verspricht. Seine Kameraausrüstung wurde eigens für die Sonnenbeobachtung mit geeigneten Filtern ausgestattet.
Tiefe partielle Sonnenfinsternis über Darmstadt
Auch wer in Darmstadt und im Rhein-Main-Gebiet bleibt, bekommt ein außergewöhnliches Naturschauspiel geboten. Die Finsternis beginnt gegen 19.20 Uhr, wenn sich der Mond langsam vor die Sonnenscheibe schiebt.
Gegen 20.14 Uhr wird die maximale Verfinsterung erreicht. Im Rhein-Main-Gebiet werden dann knapp 89 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt sein. Von der Sonne bleibt nur noch eine schmale Sichel sichtbar.
Besonders reizvoll ist der Zeitpunkt des Ereignisses: Die Finsternis findet am späten Abend statt. Die Sonne steht beim Maximum bereits sehr niedrig und geht wenig später noch während der Finsternis unter. Bei passenden Wetterbedingungen könnte sich damit ein außergewöhnliches Bild am westlichen Horizont ergeben.
Freie Sicht nach Westen ist entscheidend
Wer die Sonnenfinsternis in Darmstadt beobachten möchte, sollte sich rechtzeitig einen geeigneten Standort suchen. Wichtig ist vor allem eine möglichst freie Sicht in Richtung Westen bis Nordwesten.
Da die Sonne zum Zeitpunkt der größten Verfinsterung nur noch knapp über dem Horizont steht, können bereits Bäume, Häuser oder andere Hindernisse die Sicht versperren. Erhöhte Standorte oder freie Flächen mit unverbautem Westhorizont bieten deshalb die besten Voraussetzungen.
Sonnenfinsternis niemals ohne Schutz beobachten
Besonders wichtig ist der richtige Augenschutz. Ein direkter Blick in die Sonne ohne geeigneten Schutz kann die Augen dauerhaft schädigen. Zur direkten Beobachtung dürfen ausschließlich dafür vorgesehene Sonnenfinsternisbrillen verwendet werden. Sie sollten der Norm ISO 12312-2 entsprechen und vor der Benutzung auf Beschädigungen der Filterfolie überprüft werden.
Normale Sonnenbrillen sind ebenso ungeeignet wie improvisierte Hilfsmittel beispielsweise aus CDs, Rettungsdecken, geschwärztem Glas oder Filmstreifen.
Noch größere Vorsicht ist bei Ferngläsern, Teleskopen und Kameras erforderlich. Durch ihre Optik wird das Sonnenlicht gebündelt. Geeignete Sonnenfilter müssen deshalb vor dem Objektiv angebracht werden. Auch Kameras benötigen für entsprechende Aufnahmen einen geeigneten Filter.


DA.news reist zur totalen Sonnenfinsternis
Während in Südhessen nur eine partielle Finsternis zu erleben ist, wird es innerhalb eines schmalen Streifens in Nordspanien für kurze Zeit vollständig dunkel: Dort zieht der Kernschatten des Mondes über die Erde und die Sonne wird komplett verdeckt.
Genau dorthin führt die Reise von DA.news-Fotograf Arthur Schönbein. Aufgrund der Wetterabhängigkeit einer Sonnenfinsternis gibt es allerdings noch keinen endgültigen Aufnahmeort. Erst die aktuellen Wetter- und Wolkenprognosen werden darüber entscheiden, von welchem Standort aus er am Mittwoch fotografieren wird.
DA.news wird anschließend mit einer Fotogalerie direkt aus dem Kernschatten über die totale Sonnenfinsternis berichten.
(DARMSTADT/BURGOS – RED/as)
(Beitragsbild: Partielle Sonnenfinsternis über Darmstadt 2022. Archivfoto: Arthur Schönbein)

