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Darmstadt setzt auf kommunale Daseinsvorsorge und regionale Zusammenarbeit
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt richtet ihre Stadtwirtschaft strategisch neu aus: Mit der Stadtwirtschaftsstrategie 2030 stehen die Umsetzung der Kommunalen Wärmeplanung, der Ausbau des Glasfasernetzes sowie eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit beim Wohnungsbau und im öffentlichen Personennahverkehr im Mittelpunkt. Vorgestellt wurde die neue Strategie am Montag (2.) von Oberbürgermeister und Beteiligungsdezernent Hanno Benz gemeinsam mit den HEAG-Vorständen.
„Die Stadtwirtschaftsstrategie hat das Ziel, mit den Stadtwirtschaftsunternehmen für die Bürgerinnen und Bürger einen spürbaren Nutzen zu schaffen. Dabei sind soziale, ökologische und ökonomische Aspekte gleichermaßen wichtig“, betonte Benz.
Zentrale Handlungsfelder bis 2030
Zu den Kernzielen zählen der Ausbau von Fernwärme und Glasfaser durch die ENTEGA, Überlegungen zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes in der Stadt und in den angrenzenden Landkreisen sowie der regionale Ausbau des Wohnungsangebots durch die bauverein AG. Geplant ist zudem der Bau von Wohnraum für Auszubildende, Studierende und Beschäftigte der Stadtwirtschaft. Auch die Sanierung eigener Bestandsimmobilien ist Bestandteil der Strategie.
Darüber hinaus umfasst die Stadtwirtschaftsstrategie die Fusionen des Klinikums Darmstadt mit dem AGAPLESION Elisabethenstift sowie der Sparkassen Darmstadt und Dieburg. Weitere Vorhaben sind die Weiterentwicklung des autonom fahrenden On-Demand-Verkehrs KIRA durch die HEAG mobilo und ihre Projektpartner sowie der Ausbau der Nachbarschafts-App und Plattform „Darmstadt im Herzen“.
Breiter Beteiligungsprozess
Erarbeitet wurde die Stadtwirtschaftsstrategie 2030 in einem Lenkungskreis unter Leitung von Oberbürgermeister Benz. Beteiligt waren unter anderem Stadtkämmerer André Schellenberg, Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, die Fachdezernate, die Geschäftsleitungen der städtischen Beteiligungen sowie Arbeitnehmer- und Kundenvertretungen. Ergänzend flossen Interviews mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung ein. Die neue Strategie löst die bisherige Stadtwirtschaftsstrategie 2025 ab.
Die Darmstädter Stadtwirtschaft umfasst 115 kommunale Beteiligungen mit rund 9.500 Beschäftigten in acht Geschäftsfeldern. Im Geschäftsjahr 2024 erzielten diese Unternehmen eine Gesamtleistung von etwa 4,0 Milliarden Euro bei einer Bilanzsumme von rund 6,5 Milliarden Euro.
„In der Stadtwirtschaftsstrategie sind ökonomische, ökologische und soziale Ziele für die nächsten fünf Jahre gebündelt – von der Sicherstellung der Daseinsvorsorge über Digitalisierung bis hin zum Klimaschutz“, erklärten die HEAG-Vorstände Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek. Die Umsetzung erfolgt durch die Unternehmen der Stadtwirtschaft und wird über Zielvereinbarungen sowie die Aufsichtsgremien begleitet.
Nach dem Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung ist die Stadtwirtschaftsstrategie 2030 öffentlich abrufbar.
(DARMSTADT – RED/PSD/dk/stip)