Kindergartenkinder lernen spielerisch den Krankenhausalltag kennen
Mehr als 570 Kinder aus 42 Kindertagesstätten haben in diesem Jahr das Teddykrankenhaus im Klinikum Darmstadt besucht. Ziel der Aktion ist es, Kindern spielerisch die Angst vor Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten zu nehmen.
Mit Kuscheltieren, Puppen und Teddys im Arm durchliefen die Kinder verschiedene Stationen eines eigens eingerichteten Krankenhauses. Dort wurde untersucht, geröntgt, operiert, verbunden und erklärt – immer mit dem eigenen Stofftier als „Patient“.
Medizinstudierende übernehmen die Behandlung
20 PJ-Studierende des Klinikums Darmstadt betreuten die verschiedenen Stationen des Teddykrankenhauses. Dabei erklärten sie den Kindern altersgerecht medizinische Abläufe und beantworteten zahlreiche Fragen.
Besonders beliebt war der „OP-Saal“, in dem der große Teddy Fridolin auf dem Operationstisch lag. Hier konnten die Kinder einen Blick in den Bauch des Plüschpatienten werfen und medizinische Instrumente kennenlernen.
Spielerisch Ängste abbauen
„Es ist sehr gut, wenn Gesundheitsförderung und -schulung früh anfängt“, erklärt Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz, die Schirmfrau des Projekts. „Ich finde das Engagement der Studierenden sehr lobenswert, den Kindern frühzeitig die Angst vor Krankenhausbesuchen zu nehmen und zugleich über Krankheiten, Untersuchungen und Behandlungen zu informieren.“
Auch Bettina Brandt, Koordinatorin des Ärztlichen Studiums am Klinikum Darmstadt und Organisatorin des Teddykrankenhauses, sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsbildung.
„Das Teddykrankenhaus hilft den Kindern, medizinische Situationen positiv kennenzulernen und Vertrauen in Ärztinnen und Ärzte aufzubauen. Das Kind übernimmt oft die Rolle der Begleitperson seines Teddys und kann Fragen stellen oder Entscheidungen treffen. Das stärkt das Selbstvertrauen“, so Brandt.
Lernfeld auch für angehende Mediziner
Von der Aktion profitieren nicht nur die Kinder. Die angehenden Ärztinnen und Ärzte sammeln wertvolle Erfahrungen im Umgang mit jungen Patientinnen und Patienten.
„Ich möchte später gerne in die Kinderheilkunde gehen, deshalb finde ich es wirklich eine sehr gute Sache“, sagt PJ-Student Mika Sheriff. „In so kurzer Zeit so viele Kontakte mit Kindern zu haben, auf die man besonders empathisch eingehen muss, ist auch für uns eine sehr gute Simulation.“
Rettungswagen zum Anfassen
Vor dem Teddykrankenhaus konnten die Kinder außerdem einen Rettungswagen der Ortsgruppe Modau-Modautal besichtigen. Die ehrenamtlichen Helfer erklärten die Ausstattung des Fahrzeugs und beantworteten Fragen rund um den Rettungsdienst.
Dank einer Spende der Darmstädter Bürgerstiftung erhielten die Kindergärten zudem Pflaster, Verbände und Masken, damit die Kuscheltiere auch nach dem Besuch im Teddykrankenhaus weiter versorgt werden können.
Teddykrankenhaus beim Tag der Stadtwirtschaft
Wer das Teddykrankenhaus bislang nicht besuchen konnte, erhält am Samstag, 20. Juni, beim Tag der Stadtwirtschaft auf dem Friedensplatz eine weitere Gelegenheit. Von 10 bis 15 Uhr öffnet das Klinikum Darmstadt dort erneut sein Teddykrankenhaus. Kinder können einfach mit ihrem Teddy oder Kuscheltier vorbeikommen und die Stationen kennenlernen.
(DARMSTADT – RED/

