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Karbonisierungsanlage der Wissenschaftsstadt im Fokus
Im neu erschienenen Buch „Terra Preta. Pflanzenkohle, Effektive Mikroorganismen & Co.“ wird auch die Karbonisierungsanlage der Wissenschaftsstadt Darmstadt vorgestellt. Ein zwölfseitiger Beitrag beleuchtet die Konzeption und Planung der Anlage, auf der Pflanzenkohle für nachhaltige Landnutzung und Klimaschutz produziert wird.
Terra Preta – eine besonders fruchtbare schwarze Erde aus dem Amazonasgebiet – wurde vor rund 500 Jahren genutzt und im 19. Jahrhundert wissenschaftlich untersucht. Als zentraler Bestandteil gilt Pflanzenkohle, die Bodenaufbau, Wasserspeicherung und Kohlenstoffbindung fördert.
Produktion seit 2021 in Kranichstein
Die Darmstädter Karbonisierungsanlage wurde neben der bestehenden Kompostierungsanlage in Kranichstein errichtet. 2019 begann die Konzeption, 2021 nahm der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen Darmstadt (EAD) die Anlage in Betrieb. Seitdem wird dort Pflanzenkohle produziert, die unter anderem in städtischen Grünflächen wie in der Lincoln-Siedlung oder im Zoo Vivarium Darmstadt eingesetzt wird. 2024 folgte die Entwicklung der sogenannten Darmstädter Erde.
Nach Angaben der Stadt dient das Projekt dazu, Biomassekreisläufe zu schließen und die Kommune auf klimatische Veränderungen vorzubereiten.
Praxistipps von Kachelofen bis Industrieanlage
Herausgegeben wurde das Buch vom Heimatverein Kraichgau gemeinsam mit dem Verein ProCarbo. Autoren sind Reiner Dick und Susanne Kaiser-Asoronye. Das Werk richtet sich an Interessierte, die Bodenaufbau, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft verbinden möchten. Es beschreibt Herstellungsformen von Pflanzenkohle – vom Kachelofen bis zur industriellen Anlage – und gibt praktische Hinweise zur Anwendung.
Erhältlich ist das Buch unter anderem auf der Darmstädter Kompostanlage sowie im Zooshop des Vivariums zum Preis von 16 Euro.
(DARMSTADT – RED/PSD/dk)