Gemeinsame Strategie für Wohnen, Mobilität und Lebensqualität in der Region
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg wollen ihre Zukunft künftig noch enger gemeinsam gestalten. Mit dem Start des „Wachstumsplans 2035“ beginnt ein umfassender Planungsprozess, der Antworten auf zentrale Zukunftsfragen der Region liefern soll – von Wohnungsbau und Mobilität über Klimaschutz bis hin zu Wirtschaft, Bildung, Kultur und sozialer Infrastruktur.
„Die Zukunft unserer Region endet nicht an Verwaltungsgrenzen“, betonen Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz und Landrat Klaus Peter Schellhaas. Ziel sei es, die Region als gemeinsamen Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum weiterzuentwickeln.
Region wächst zusammen
Für viele Menschen gehören Stadt und Landkreis bereits heute zum Alltag. Sie wohnen in einer Kommune, arbeiten in einer anderen und nutzen Freizeit-, Kultur- oder Bildungsangebote über Gemeindegrenzen hinweg.
„Für die Menschen macht es keinen Unterschied, an welcher Verwaltungsgrenze ein Problem oder eine Chance liegt“, erklärt Oberbürgermeister Benz. Deshalb solle die Entwicklung der Region künftig stärker gemeinsam gedacht werden.
Auch Landrat Schellhaas sieht darin einen entscheidenden Schritt: „Viele Herausforderungen lassen sich heute nicht mehr isoliert lösen. Mit dem Wachstumsplan schaffen wir einen gemeinsamen Rahmen, damit Wachstum, Lebensqualität und Nachhaltigkeit auch künftig Hand in Hand gehen.“
Mobilität, Wohnen und Infrastruktur gemeinsam planen
Der Wachstumsplan baut auf bereits bestehenden Kooperationen zwischen Stadt und Landkreis auf. Dazu gehören unter anderem die gemeinsame Verkehrsplanung, die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Zusammenarbeit bei Schulen, Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung und sozialen Angeboten.
Auch Sport und Kultur sollen künftig noch stärker regional gedacht werden. Viele Vereine, Sportstätten und kulturelle Einrichtungen werden bereits heute von Menschen aus Stadt und Landkreis gleichermaßen genutzt.
Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort stärken
Ein Schwerpunkt des Wachstumsplans liegt auf der weiteren Entwicklung Darmstadts als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort. Dabei geht es um Gewerbe- und Forschungsflächen, Fachkräftegewinnung sowie eine nachhaltige Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten.
Die Verantwortlichen sehen die Region als einen der dynamischsten Wirtschafts- und Wissenschaftsräume Deutschlands. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wohnraum, Verkehr, Energieversorgung und Klimaschutz.
„Wachstum ist eine Chance, wenn es aktiv gestaltet wird“, betonen Benz und Schellhaas. Ziel sei eine Region mit bezahlbarem Wohnraum, attraktiven Arbeitsplätzen, leistungsfähiger Infrastruktur und einer hohen Lebensqualität.
Vier Schritte bis zum Jahr 2035
Der Wachstumsplan entsteht in mehreren Phasen:
- Analyse bestehender Konzepte und Planungen
- Entwicklung eines Leitbildes für die Stadtregion 2035
- Erarbeitung eines konkreten Maßnahmenprogramms
- Aufbau dauerhafter Kooperationsstrukturen zwischen Stadt und Landkreis
Grundlage des Prozesses sind die bereits durchgeführten Wachstumskonferenzen der Jahre 2024 und 2025, an denen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beteiligt waren.
Bürgerinnen und Bürger können mitgestalten
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Beteiligung der Öffentlichkeit. Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Ideen und Erfahrungen in verschiedenen Veranstaltungsformaten einbringen können. Zudem wird ein regionales Fachforum mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Gesellschaft eingerichtet.
„Die besten Lösungen entstehen dort, wo viele Erfahrungen und Blickwinkel zusammenkommen“, erklären Benz und Schellhaas.
Fertigstellung bis Ende 2027 geplant
Im Laufe des Jahres sollen erste Fachforen und öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Weitere Wachstumskonferenzen werden den Prozess begleiten.
Die Fertigstellung des Wachstumsplans 2035 ist für Ende 2027 vorgesehen. Anschließend sollen Leitbild und Maßnahmenprogramm in den politischen Gremien von Stadt und Landkreis beraten und beschlossen werden.
Weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten sollen auf der Internetseite der Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht werden.
(DARMSTADT – RED/PSD/ho)
