Veranstaltungsreihe bringt Forschung unterhaltsam auf die Bühne
Darmstadt gilt als Wissenschaftsstadt – mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen. Doch Wissenschaft findet nicht nur in Hörsälen und Laboren statt, sondern zunehmend auch auf Kulturbühnen. Mit der Reihe „Wissenschaft im Rampenlicht“ bringt die Centralstation Darmstadt wissenschaftliche Themen in einem unterhaltsamen Format vor Publikum und verbindet Erkenntnis mit Erlebnis.
Im Gespräch erläutert Programmverantwortliche Meike Heinigk, wie die Reihe entstanden ist, welches Publikum sie erreicht und welche Rolle die Unterstützung durch Merck dabei spielt.
Frau Heinigk, die Centralstation steht seit vielen Jahren für Kultur, Konzerte und Kabarett. Warum holen Sie mit der Reihe „Wissenschaft im Rampenlicht“ gezielt wissenschaftliche Themen auf die Bühne – und was war der ursprüngliche Impuls für dieses Format?
Der Science Slam findet bereits seit vielen Jahren mit großem Zuspruch in der Centralstation statt. Insofern war dieses Segment für uns nicht völlig neu. Da ich in unserem Haus auch für das Booking verantwortlich bin, habe ich jedoch festgestellt, dass es zunehmend mehr und qualitativ sehr gute Angebote aus den Bereichen Unterhaltung und Literatur gibt, die wissenschaftliche Themen aufgreifen – ebenso Experimentiershows für Familien. All diese Veranstaltungen bündeln wir in dieser Reihe. Wissenschaft ist ein schützenswertes Gut – und sie gehört ins Rampenlicht.
Wissenschaft gibt es in Darmstadt reichlich. Was unterscheidet „Wissenschaft im Rampenlicht“ von einer klassischen Vorlesung – und wie verändert die Atmosphäre der Centralstation die Vermittlung?
Mit dieser Veranstaltungsreihe zeigen wir, dass Wissensvermittlung Spaß machen darf: verständlich, unterhaltsam und nahbar. Unsere Formate laden zum Staunen, Lachen und Mitdenken ein – ganz ohne Hürden, dafür mit viel Neugier und Begeisterung. Natürlich können wir inhaltlich nicht so tief gehen wie in einem Fachvortrag. Aber wir können Interesse wecken und Alltagsverständnis stärken. Licht aus, Spot an – die Bühne der Centralstation sorgt für einen ganz anderen Wahrnehmungsfokus als ein Rednerpult im Vortragssaal.
Darmstadt versteht sich als Wissenschaftsstadt. Profitieren Sie von dieser Dichte an Forschung – oder möchten Sie bewusst auch Menschen erreichen, die sonst wenig Berührungspunkte mit Wissenschaft haben?
Von beidem etwas. Gerade für den Science Slam finden sich in Darmstadt leicht Teilnehmende, und die Forschungseinrichtungen bringen ein interessiertes Publikum in die Stadt. Gleichzeitig ist die unterhaltsame und prägnante Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte auch für Laien sehr vergnüglich. Mit Veranstaltungen wie dem Vortrag „Rezeptfrei – was Ärzte keinem sagen“ von Dr. Cordelia Schott, der Show „Physik in Hollywood“ von Sascha Vogel oder dem Wissenschaftskabarett der „Science Busters“ erreichen wir einen Querschnitt des Publikums.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Themen und Gäste aus?
Damit Gäste das Publikum begeistern und mitnehmen können, braucht es Charisma und Bühnenpräsenz. Das gilt auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Interesse im Freizeitbereich entsteht über den Unterhaltungsfaktor. Die Menschen, die zu uns kommen, möchten eine gute Zeit erleben – und wenn sie dabei noch etwas lernen, umso besser.
Wie erleben Sie das Publikum bei diesen Abenden?
Dass wir einen Nerv der Zeit treffen, zeigt sich daran, dass mehr als die Hälfte der bisherigen Veranstaltungen ausverkauft war. Auch für kommende Termine ist die Nachfrage bereits jetzt groß. Wissenschaft stellt Fragen und gibt Antworten. Auf der Bühne wird sie zum Ereignis, zeigt Leidenschaft und Zweifel und wird dadurch nahbarer. Wenn Wissenschaft öffentlich verhandelt wird, stärkt das auch den demokratischen Diskurs – und das ist wichtiger denn je.
Die Reihe wird von Merck unterstützt. Welche Bedeutung hat diese Partnerschaft?
Mit einem Förderer wie Merck können wir auch mutiger agieren und Gäste einladen, von denen wir wissen, dass sie ein qualitativ hochwertiges Programm auf die Bühne bringen – auch wenn nicht immer sicher ist, ob sie den Saal vollständig füllen. Das Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen fördert nicht nur Innovationen, sondern engagiert sich auch aktiv in der Vermittlung von Wissen an die Gesellschaft. Die Centralstation und Merck sind seit vielen Jahren verbunden – etwa durch die Konzertreihe „Merck-Sommerperlen“. Bei der Entwicklung von „Wissenschaft im Rampenlicht“ lag diese Partnerschaft daher nahe.
Fotos: Kristo Lemp / Centralstation
Lebenswertes Darmstadt
powered by MerckVereine sind das Herzstück einer Gemeinschaft. Sie fördern soziale Integration und bringen Menschen zusammen. Sie bereichern das lokale Leben durch kulturelle und sportliche Aktivitäten, bieten Bildungsangebote und engagieren sich in sozialen Projekten. Kurzum: Sie machen eine Stadt wie Darmstadt lebenswert.
Doch das kostet Geld. Mitgliedsbeiträge reichen da nicht immer aus. In dieser Reihe stellen wir ausgewählte Darmstädter Vereine vor, die durch die Unterstützung von Merck gefördert werden – sei es im Sport, in der Kultur, im Gemeinwohl oder in der naturwissenschaftlichen Bildung.
Jeder dieser Vereine hat eine einzigartige Geschichte und trägt auf seine Weise zur Stärkung der Gemeinschaft bei. Wir haben bei den Verantwortlichen nachgefragt, was ihren Verein ausmacht und wie die Partnerschaft mit Merck nicht nur finanzielle Unterstützung bietet, sondern auch Wachstum und Entwicklung schafft.
Erfahren Sie mehr darüber, wie vielfältig die Darmstädter Vereinslandschaft ist und wie Merck und seine Partner gemeinsam mehr schaffen – für eine lebenswerte Region.
