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Aufklärungskampagne zur Prävention startet im Kreis Groß-Gerau
Der Fachbereich Gesundheit und Prävention des Kreis Groß-Gerau startet in diesem Jahr eine Informations- und Aufklärungskampagne zu Humanen Papillomviren (HPV). Ziel ist es, den Wissensstand in der Bevölkerung zu verbessern und eine fundierte Entscheidung zur HPV-Impfung zu unterstützen. Hintergrund ist, dass HPV verschiedene Krebserkrankungen verursachen können, denen sich durch eine frühzeitige Impfung wirksam vorbeugen lässt.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die HPV-Impfung für alle Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren, Nachholimpfungen sind bis zum 18. Lebensjahr möglich. Im Kreis Groß-Gerau liegen die Impfquoten derzeit jedoch unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Studien zeigen zudem, dass viele Eltern und Jugendliche nur unzureichend über HPV, mögliche Krankheitsfolgen und den Nutzen der Impfung informiert sind.
Informationsangebote für unterschiedliche Zielgruppen
Die Kampagne setzt genau an diesen Punkten an. Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche, Eltern sowie an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Schulen und dem Gesundheitswesen. Ziel ist eine sachliche Aufklärung, die Unsicherheiten abbaut und zur Prävention beiträgt.
Geplant sind unter anderem Presse- und Social-Media-Beiträge sowie begleitende Veranstaltungen. Ein zentraler Baustein ist die Wanderausstellung „HPV hat viele Gesichter – Krebsprävention selbst in die Hand nehmen“ des Deutsches Krebsforschungszentrum. Diese ist vom 16. bis 27. März 2026 im Foyer des Groß-Gerauer Landratsamts zu sehen. Auch beim Tag des Gesundheitsamts am 19. März 2026 im Landratsamt wird das Thema HPV einen eigenen Schwerpunkt bilden.
Darüber hinaus prüft das Kreisgesundheitsamt Informationsangebote für Eltern über Schulen sowie mögliche Aktionen für Schülerinnen und Schüler. Perspektivisch soll auch die Zusammenarbeit mit medizinischen Akteurinnen und Akteuren sowie weiteren Partnern ausgebaut werden.
Beitrag zur Krebsprävention
Der Kreis Groß-Gerau sieht in der HPV-Informationskampagne einen wichtigen Beitrag zur Krebsprävention und zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit. Durch gezielte Aufklärung und verlässliche Informationen soll langfristig dazu beigetragen werden, HPV-bedingte Erkrankungen zu vermeiden.
HPV-Impfung kurz erklärt
Humane Papillomviren gehören zu den häufigsten Virusinfektionen weltweit. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt und heilen von selbst aus. Bestimmte HPV-Typen können jedoch Krebs verursachen, darunter Gebärmutterhalskrebs sowie Krebs im Anal-, Genital- und Rachenbereich. Nahezu alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs sind auf spezielle HPV-Typen zurückzuführen.
Die HPV-Impfung schützt wirksam vor den wichtigsten krebsauslösenden Virustypen. Sie wirkt besonders gut, wenn sie frühzeitig erfolgt, idealerweise vor einer möglichen Ansteckung. Studien zeigen, dass die Impfung gut verträglich ist und das Risiko für HPV-bedingte Krebserkrankungen deutlich senkt. Sie gilt als zentraler Baustein der Krebsprävention für Mädchen und Jungen.
(KREIS GROSS-GERAU – RED/PSKGG)