Sicherheitsmaßnahme in der Wilhelm-Glässing-Straße wird umgesetzt
Die Synagoge in der Wilhelm-Glässing-Straße in Darmstadt erhält einen Anfahrschutz. Der Magistrat der Wissenschaftsstadt hat den Einbau der zusätzlichen Sicherheitseinrichtung am Mittwoch, 12. August 2026, beschlossen. Die Maßnahme soll die Jüdische Gemeinde sowie Besucherinnen und Besucher der Synagoge schützen.
Grundlage ist ein Sicherheitskonzept des Hessischen Landeskriminalamts für jüdische Einrichtungen in Hessen. Einzelheiten zur konkreten Ausgestaltung werden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.
Leitungen im Gehwegbereich müssen angepasst werden
Für die Fundamente des Anfahrschutzes müssen vorhandene Leitungen im Bereich des Gehwegs in ihrer Lage und Höhe angepasst werden. Die Bordsteine und die Fahrbahn der Wilhelm-Glässing-Straße sind von den Arbeiten nicht betroffen.
Auch der vorhandene Baumbestand soll vollständig erhalten bleiben. Trotz punktueller Engstellen wird der Bereich nach Angaben der Stadt weiterhin barrierefrei passierbar sein. Feuerwehr- und Rettungswege werden durch den Anfahrschutz ebenfalls nicht beeinträchtigt.
Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt entstehen durch die Umsetzung der Maßnahme keine Kosten.
Stadt bekräftigt Solidarität mit Jüdischer Gemeinde
Oberbürgermeister Hanno Benz und Verkehrsdezernent Paul Georg Wandrey verbinden die Sicherheitsmaßnahme mit einem klaren Bekenntnis gegen Antisemitismus.
„Jüdisches Leben gehört zu Darmstadt und wir treten jeder Form von Antisemitismus entgegen. Angesichts der anhaltenden Bedrohungslage unterstützen wir die Umsetzung der Schutzmaßnahmen für die Synagoge in unserer Stadt und bekräftigen unsere Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde Darmstadt, die ein fester Teil unserer weltoffenen Stadt ist und bleiben wird“, betonen Benz und Wandrey.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)

