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„Gerd Knebel zeigte, wie klug und herzlich Humor im Dialekt sein kann“
Mit großer Trauer hat der hessische Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels auf den Tod des Rodgauer Künstlers und Komikers Gerd Knebel reagiert. Knebel prägte über Jahrzehnte die hessische Kulturlandschaft – als Musiker, Kabarettist, Buchautor und vor allem als Teil des legendären Comedy-Duos Badesalz.
„Mit Gerd Knebel verliert Hessens Kulturlandschaft eine prägende Stimme“, erklärte Minister Gremmels. Als Mitglied von Badesalz, Musiker und Kabarettist habe Knebel gezeigt, „wie klug und zugleich herzlich Humor im Dialekt sein kann“. Mit Ironie und südhessischem Charme habe er den Menschen stets einen Spiegel vorgehalten – „aber nie von oben herab, immer mit Respekt für die Menschen und ihre Eigenheiten“. Damit habe Knebel eindrucksvoll gezeigt, welche kulturelle Kraft in regionaler Identität stecke.
Gerd Knebel wurde in Rodgau geboren und zunächst in den 1980er-Jahren als Sänger der Band Flatsch bekannt. Große Popularität erlangte er später gemeinsam mit Henni Nachtsheim als Duo Badesalz. Die zweite Platte „Nicht ohne meinen Pappa“ erreichte 1991 als erste deutsche Sprechplatte seit Jahren wieder einen Platz in den Musikcharts. 1998 wurde das Duo mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet. Neben seiner Bühnenarbeit war Knebel auch als Buchautor tätig.
Gerd Knebel starb am 24. Januar 2026 im Alter von 72 Jahren.
RED/HMWK)