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Magistrat informiert über Projektstand und weitere Meilensteine
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat den nächsten formalen Schritt beim Neubau der Rheinstraßenbrücke erreicht. Aufbauend auf den am 19. Dezember 2025 beim Hessischen Wirtschaftsministerium eingereichten ergänzenden Unterlagen zum dritten Änderungsantrag hat Paul Georg Wandrey den Magistrat am Dienstag (28.) über den aktuellen Projektstand und die nächsten Schritte informiert.
Die dazu vorgelegte Magistratsvorlage stellt die wesentlichen Entwicklungen seit der notwendigen Neubewertung des Projekts im November 2023 bis zum Jahreswechsel 2025/2026 dar. Sie zeigt die Vielzahl parallel laufender Planungs-, Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse, die für den dritten Änderungsantrag erforderlich waren.
Aktueller Zustand der Brücke und Verkehrsführung
Die Rheinstraßenbrücke ist derzeit mit der Zustandsnote 3,8 bewertet und wird bis zu ihrem Abbruch so gering wie möglich belastet. Die Nutzung durch die Straßenbahn hat weiterhin höchste Priorität und wird durch halbjährliche Sonderprüfungen sowie eine laufende Überwachung abgesichert. Der eingerichtete Einbahnstraßenring hat sich nach Angaben der Stadt bewährt und sorgt trotz der Einschränkungen für einen stabilen Verkehrsablauf. Er bleibt vorerst bestehen und wird fortlaufend optimiert.
Umfangreiche Abstimmungen und Genehmigungsprozesse
Die mehr als hundert Seiten starke Magistratsvorlage macht deutlich, welche Schritte parallel zum Änderungsantrag bearbeitet wurden. Dazu zählen unter anderem eine innerhalb von fünf Monaten erstellte Machbarkeitsstudie für die nun zugrunde gelegte konstruktive Variante, rechtliche Klärungen zur Zulässigkeit eines Änderungsantrags sowie intensive Abstimmungen mit der Genehmigungsbehörde. Eingebunden waren zudem Denkmalschutz, Anwohner, Feuerwehr, die Technische Aufsichtsbehörde der Straßenbahn sowie die Abstimmungen mit der DB InfraGo.
Vor diesem Hintergrund rechnet die Stadt mit einer Genehmigung des dritten Änderungsantrags durch das Hessische Wirtschaftsministerium in der ersten Jahreshälfte 2026. Alle Projektbausteine werden eng miteinander verzahnt und mit den externen Planungen der DB InfraGo abgestimmt.
Weitere Planung und Zeitachse
Das externe Ingenieurbüro wurde im April 2025 beauftragt und überführt derzeit die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie in eine konkrete Entwurfsplanung. Diese wird unter anderem mit der Denkmalbehörde und der Technischen Aufsichtsbehörde abgestimmt. Erste Ergebnisse werden bis Ende des ersten Quartals 2026 erwartet.
Mit dem Abbruch der Bestandsbrücke wird ein Schienenersatzverkehr notwendig. Bereits jetzt erarbeiten die Stadt, die lokale Nahverkehrsgesellschaft DADINA und die HEAG mobilo entsprechende Konzepte, um die Auswirkungen für Fahrgäste möglichst gering zu halten. Eine Aufrechterhaltung des Straßenbahnbetriebs während der Bauzeit ist aus statischen Gründen nicht möglich.
Die nächsten vorgesehenen Meilensteine sind die Genehmigung des Änderungsantrags im Jahr 2026, der Umbau der Oberleitungen durch die DB InfraGo im Jahr 2027 sowie der Abbruch der Bestandsbrücke ab 2028. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das vierte Quartal 2029 geplant. Der zeitliche Ablauf hängt dabei maßgeblich von den durch die Deutsche Bahn zu genehmigenden Sperrpausen ab.
Mobilitätsdezernent Wandrey betont: „Die aktuelle Magistratsvorlage zeigt die Komplexität der Bauaufgabe und macht deutlich, dass wir den nächsten Meilenstein im Projekt termingerecht eingereicht haben.“
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)