Präventionskampagne soll Unfälle und Lärm reduzieren
Wie die Polizei Südhessen mitteilt, steht mit dem Frühjahr auch der Start in die Motorradsaison 2026 bevor. Zum Auftakt ruft das Polizeipräsidium zu mehr Vorsicht und Eigenverantwortung im Straßenverkehr auf.
Hauptursachen für Unfälle mit Motorradbeteiligung sind laut Polizei überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit, zu geringer Abstand sowie das Missachten von Vorfahrtsregeln. Ziel der Kampagne ist es, schwere Unfälle zu vermeiden und das Verletzungsrisiko zu senken.
Technik und Schutz im Blick behalten
Vor der ersten Fahrt nach der Winterpause empfiehlt die Polizei eine gründliche Überprüfung des Motorrads. Besonders wichtig sind Bremsen, Beleuchtung und Reifen.
Zudem wird das Tragen vollständiger Schutzkleidung empfohlen, darunter Helm, Handschuhe, Stiefel sowie Leder- oder Textilkombinationen mit Protektoren. Auffällige Kleidung oder Reflektoren erhöhen zusätzlich die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Defensives und vorausschauendes Fahren
Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer sollten defensiv fahren, ausreichend Abstand halten und stets bremsbereit sein. Überholmanöver sollten klar angekündigt und Kurven nicht geschnitten werden.
Auch bei Gruppenfahrten gilt es, ausreichend Abstand einzuhalten und nicht untereinander zu überholen. Nach längeren Fahrpausen empfiehlt die Polizei zudem ein Sicherheitstraining.
Rücksicht auf Anwohner und Umwelt
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Lärmbelastung. Die Polizei appelliert, unnötigen Motorradlärm zu vermeiden und Rücksicht auf Anwohner stark frequentierter Strecken zu nehmen.
Technische Veränderungen an Auspuffanlagen sowie eine aggressive Fahrweise können zu erheblicher Lärmbelastung führen und werden verstärkt kontrolliert.
Aktionen und Kontrollen in Südhessen
Die Polizei kündigt für die Saison erneut Präventionsmaßnahmen an, darunter sogenannte Biker-Safety-Touren, bei denen Gefahrenstellen gemeinsam mit Motorradfahrern besprochen werden.
Zudem gibt es Kooperationen mit Zulassungsstellen, um insbesondere Fahranfänger frühzeitig für Risiken zu sensibilisieren. Parallel dazu werden verstärkt Kontrollen durchgeführt, etwa zu Geschwindigkeit und technischem Zustand der Fahrzeuge.
(RED/ots)
Beitragsbild: ots
