Stadt ruft Bevölkerung zur Mithilfe in den Sommermonaten auf
In Groß-Gerau hat sich die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) angesiedelt. Da die Art als besonders aggressiv gilt und sich schnell vermehren kann, ruft die Stadt die Bevölkerung dazu auf, aktiv bei der Eindämmung zu helfen.
Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage wird keine eigenen Maßnahmen durchführen. Umso wichtiger ist die Unterstützung durch private Haushalte.
Nachweise durch Fotos oder Einsendung
Da die Tigermücke leicht mit anderen Arten verwechselt werden kann, sind eindeutige Nachweise erforderlich. Verdächtige Exemplare sollten möglichst unbeschädigt eingefangen oder vorsichtig getötet werden.
Anschließend können Fotos aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen und über das Meldeportal der KABS eingereicht werden. Alternativ ist auch der Versand der Tiere möglich.
Brutstätten vermeiden
Die effektivste Maßnahme ist das Verhindern von Wasseransammlungen. Tigermücken entwickeln sich innerhalb weniger Tage in stehenden Wasserbehältern, etwa in Regentonnen, Blumentöpfen oder Gießkannen.
Empfohlen wird, Gefäße so zu lagern, dass sich kein Wasser sammeln kann, oder diese regelmäßig zu entleeren. Regentonnen sollten zusätzlich mit engmaschigen Netzen abgedeckt werden.
Einsatz von Bti-Tabletten
Wenn sich Wasseransammlungen nicht vermeiden lassen, können diese mit sogenannten Bti-Tabletten behandelt werden. Diese wirken gezielt gegen Mückenlarven, sind jedoch für andere Tiere und Menschen unbedenklich.
Für Bürgerinnen und Bürger in Groß-Gerau sind entsprechende Tabletten kostenfrei im Stadthaus erhältlich.
Eier gezielt entfernen
Ein Großteil der im Herbst abgelegten Eier übersteht den Winter. Daher wird empfohlen, Gefäße regelmäßig mit heißem Wasser zu reinigen oder die Eier mechanisch zu entfernen.
Gesundheitsrisiken beachten
Die ursprünglich aus Südostasien stammende Tigermücke kann verschiedene Krankheiten übertragen, darunter Dengue-, Zika- oder West-Nil-Viren. Auch für Hunde besteht ein Risiko durch übertragbare Parasiten.
Weitere Informationen stellt die KABS online zur Verfügung.
(GROSS-GERAU – RED/PSGG)
