Ab Juli 2026 nur noch über DAB+ und Webradio empfangbar
Fast drei Jahrzehnte lang war die 103,4 MHz die prägende UKW-Frequenz von Radio Darmstadt (RadaR). Damit ist nun Schluss: Ab dem 1. Juli 2026 ist der Sender nicht mehr über UKW zu empfangen.
Grund für die Umstellung ist eine Entscheidung der zuständigen Medienanstalt Hessen. Diese finanziert die UKW-Frequenzen für nichtkommerzielle Lokalradios künftig nicht mehr. Für Hörerinnen und Hörer bedeutet das eine technische Umstellung – das Programm von Radio Darmstadt bleibt jedoch unverändert bestehen.
Künftig setzt der Sender vollständig auf digitale Verbreitungswege. Über DAB+ (Digital Audio Broadcasting) kann RadaR weiterhin empfangen werden. Auch der Livestream auf der offiziellen Webseite bleibt bestehen und ermöglicht weltweiten Zugriff auf das Programm.
DAB+ bietet dabei einige Vorteile gegenüber UKW: Die Klangqualität ist stabiler und meist besser, zudem ist die Reichweite größer. Gleichzeitig hat die Abschaltung Folgen für Nutzerinnen und Nutzer älterer Radiogeräte – mit rein analogen UKW-Radios wird der Empfang ab Juli nicht mehr möglich sein.
Neben dem klassischen Radioprogramm baut Radio Darmstadt auch seine digitalen Angebote aus. Über Smartphone, Laptop oder Tablet lässt sich der Sender weiterhin hören. Ergänzend stehen Mediathek-Inhalte und Podcasts zur Verfügung, sodass Sendungen unabhängig von festen Sendezeiten abrufbar sind.
Die UKW-Abschaltung ist für den Sender nicht nur eine technische, sondern auch eine emotionale Veränderung. „Die 103,4 MHz ist eng mit uns verbunden und war Teil unseres Logos“, erklärt Vorstandsmitglied Petra Schlesinger. Das Logo wurde inzwischen angepasst. Gleichzeitig sieht der Sender in der Umstellung auch Chancen: Durch DAB+ und Streaming kann Radio Darmstadt künftig weit über die Region hinaus gehört werden.
So endet zwar ein langjähriger Verbreitungsweg – gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Zukunft des Senders.
