Mitmachaktion nahe Mathildenhöhe beginnt am 30. April
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt startet am Donnerstag, 30. April 2026, offiziell ihre stadtweite Entsiegelungskampagne „Abpflastern“. Zum Auftakt wird ab 15 Uhr eine rund 30 Quadratmeter große, bislang teilweise versiegelte Fläche nahe der Mathildenhöhe in ein naturnahes Staudenbeet umgewandelt.
Mitmachprojekt für Bürgerinnen und Bürger
Die Fläche befindet sich zwischen Erbacher Straße, Stiftstraße und Prinz-Christians-Weg in der Nähe der Stiftskirche. Die Aktion ist bewusst als Beteiligungsprojekt angelegt: Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik wirken auch der BUND, Stadtnaturguides sowie Anwohnerinnen und Anwohner mit.
Ziel ist es, praktische Erfahrungen zu vermitteln, wie versiegelte Flächen – etwa Vorgärten, Einfahrten oder Stellplätze – in begrünte, naturnahe Bereiche umgewandelt werden können.
Klimaschutz und Artenvielfalt im Fokus
Wie Klimaschutzdezernent Michael Kolmer und Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey betonen, werden ausschließlich heimische und klimatolerante Pflanzen eingesetzt. Diese sollen die Artenvielfalt fördern und gleichzeitig als Vorbild für private Flächen dienen.
Zusätzlich entstehen auf der Fläche zwei kleine Biotope als Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Fachliche Begleitung und Information
Die Umsetzung wird von Naturgartenexpertin Eva Distler begleitet. Vor Ort informieren zudem das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung sowie das Umweltamt über naturnahes Gärtnern.
Aufgrund begrenzter Kapazitäten ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail erforderlich.
Weitere Projekte im Jahresverlauf geplant
Im Rahmen der Kampagne sollen im Laufe des Jahres weitere versiegelte Flächen im Stadtgebiet modellhaft entsiegelt und begrünt werden. Die Initiative ist Teil der städtischen Maßnahmen zur Klimaanpassung und nachhaltigen Stadtentwicklung.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)
