Pilotprojekt wird ausgeweitet – neue Technologien im Einsatz
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt weitet ihren Pilotversuch zum Schutz von Verkehrsschildern vor Vandalismus aus. Nach ersten Tests im Herbst 2025 sollen nun weitere technische Lösungen erprobt werden.
Positive Erfahrungen mit Spezialbeschichtung
Im bisherigen Versuch wurden Verkehrsschilder mit einer speziellen Anti-Sticker-Beschichtung versehen. Die Ergebnisse fallen laut Stadt positiv aus: Aufkleber haften deutlich schlechter oder gar nicht.
Auch Graffiti kann zwar aufgebracht werden, lässt sich jedoch mit geeigneten Mitteln entfernen, ohne die reflektierende Oberfläche der Schilder zu beschädigen.
Neue Testphase mit Schutzfolie
Im nächsten Schritt setzt die Stadt auf eine alternative Technologie. Verkehrsschilder werden zusätzlich mit einer speziellen Schutzfolie ausgestattet, die ähnliche Eigenschaften bieten soll wie die bisher getestete Beschichtung.
Die neuen Schilder sollen in den kommenden sechs bis acht Wochen im Stadtgebiet installiert werden.
Ziel: weniger Aufwand und längere Lebensdauer
Verkehrsdezernent Paul Georg Wandrey bewertet die bisherigen Ergebnisse als vielversprechend. Mit der erweiterten Testphase sollen weitere Lösungen geprüft werden, um langfristig eine wirtschaftliche Strategie im Umgang mit Vandalismus zu entwickeln.
Die Testphase ist bis zum Spätsommer geplant, eine Auswertung soll im dritten Quartal 2026 erfolgen.
Tausende Schilder im Stadtgebiet betroffen
In Darmstadt gibt es rund 30.000 Verkehrszeichen sowie etwa 2.000 Wegweiser. Beschädigungen durch Aufkleber und Graffiti stellen ein wiederkehrendes Problem dar.
Über den Mängelmelder gehen täglich mehrere Hinweise auf verschmutzte oder beschädigte Schilder ein. Reinigung und Austausch verursachen dabei einen erheblichen Aufwand.
Sollte sich die Technik bewähren, plant die Stadt, künftig alle neuen Verkehrsschilder standardmäßig mit entsprechenden Schutzsystemen auszustatten.
(DARMSTADT – RED/PSD/dk)
