Stadt setzt auf kontrollierte und tiergerechte Regulierung der Stadttauben
Wie die Wissenschaftsstadt Darmstadt mitteilt, wurde im Rahmen des städtischen Stadttaubenprojekts ein mobiler, betreuter Taubenschlag an der Kreuzung Landwehrstraße / Kirschenallee aufgestellt. Die Maßnahme ist zunächst auf sechs Monate befristet und ergänzt die bestehenden Taubenschläge im Stadtgebiet.
Nachhaltige Regulierung nach dem „Augsburger Modell“
Ziel des Projekts ist es, die Taubenpopulation nachhaltig, kontrolliert und tierwohlgerecht zu regulieren. Grundlage bildet das sogenannte „Augsburger Modell“. Dabei dienen betreute Taubenschläge als feste Aufenthalts- und Nistorte für die Tiere.
Die Tauben werden dort regelmäßig durch den Tierschutzverein Darmstadt und Umgebung e.V. versorgt. Gleichzeitig werden gelegte Eier durch Attrappen ersetzt, um die Vermehrung gezielt zu begrenzen. Durch die kontrollierte Bestandsentwicklung sollen die Tiere langfristig bessere Lebensbedingungen erhalten.
Standortwahl aufgrund illegaler Fütterung
Der neue Taubenschlag wurde bewusst in diesem Bereich eingerichtet. In den vergangenen Monaten war es rund um die Landwehrstraße wiederholt zu illegaler Taubenfütterung gekommen. Dadurch wurde der Standort für die Tiere attraktiver, was zu vermehrten Brutaktivitäten in umliegenden Gebäuden führte.
Zudem wurde ein nahegelegener, bereits bestehender Taubenschlag weniger genutzt, wodurch die Möglichkeiten zur Regulierung eingeschränkt waren. Auch an anderen Orten – etwa am Luisenplatz mit dem größten betreuten Taubenschlag auf dem Dach des Luisencenters – kann unkontrolliertes Füttern die Wirksamkeit der Maßnahmen beeinträchtigen.
Stadt bittet um Unterstützung
Die Stadt weist darauf hin, dass das Füttern von Tauben im gesamten Stadtgebiet nicht erwünscht ist. Nur durch die Konzentration der Tiere auf betreute Standorte könne das Projekt langfristig erfolgreich sein.
Während der sechsmonatigen Testphase soll insbesondere geprüft werden, ob sich die Population im betroffenen Bereich reduziert und illegale Fütterungen zurückgehen.
Weitere Informationen stellt die Stadt online bereit.
(DARMSTADT – RED/PSD/dk)
