Stadtwerke überprüfen elf Kilometer Kanalnetz in Groß-Gerau und den Stadtteilen
Die Stadtwerke Groß-Gerau lassen derzeit Teile des städtischen Kanalnetzes untersuchen. Ziel der regelmäßigen Kanalbefahrungen ist es, den Zustand der Abwasserleitungen zu überprüfen und mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen.
In diesem Jahr werden rund elf Kilometer Kanalnetz in Groß-Gerau sowie in Teilen von Dornheim und Wallerstädten untersucht. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Juli 2026 abgeschlossen werden.
Kanalnetz wird zunächst gespült
Vor der eigentlichen Inspektion werden die betroffenen Kanalabschnitte gründlich gereinigt. Dabei entfernen Fachfirmen Ablagerungen wie Sand, Schlamm oder Fett aus den Leitungen.
Anschließend erfolgt die Befahrung mit speziellen Kamerafahrzeugen. Die Aufnahmen werden dokumentiert und gespeichert, sodass mögliche Schäden oder Schwachstellen detailliert ausgewertet werden können.
Mit der Durchführung der Arbeiten haben die Stadtwerke die Firma KSM beauftragt.
Grundlage für künftige Sanierungen
Die Ergebnisse der Untersuchungen fließen in ein Sanierungskonzept ein. Daraus wird eine Prioritätenliste erstellt, die festlegt, welche Kanalabschnitte zuerst instandgesetzt werden müssen.
Werden größere Schäden entdeckt, kann auch kurzfristig gehandelt werden. Dies ist beispielsweise erforderlich, wenn durch Schäden im Untergrund Hohlräume entstehen und Straßen einzubrechen drohen.
Kurzfristige Beeinträchtigungen möglich
Während der Arbeiten kann es vereinzelt zu kurzfristigen Einschränkungen kommen. Die beauftragte Firma informiert Anwohnerinnen und Anwohner, wenn Spül- oder Kamerafahrzeuge in bestimmten Bereichen aufgestellt werden müssen.
152 Kilometer Kanalnetz in Groß-Gerau
Das Kanalnetz der Kreisstadt umfasst insgesamt rund 152 Kilometer Leitungen. Davon entfallen etwa 109 Kilometer auf die Kernstadt und weitere 43 Kilometer auf die Stadtteile.
Zum Netz gehören außerdem rund 5.000 Schächte sowie etwa 30 technische Bauwerke wie Pumpwerke und Regenrückhaltebecken.
Die regelmäßigen Kontrollen sind gesetzlich vorgeschrieben. Grundlage ist die Eigenkontrollverordnung (EKVO), die Betreiber öffentlicher Abwasseranlagen verpflichtet, ihre Netze regelmäßig zu überwachen und deren ordnungsgemäßen Betrieb sicherzustellen.
(GROSS-GERAU – RED/PSGG)
