Neue Amtsleitung, steigende Rettungsdiensteinsätze und wichtige Zukunftsprojekte
Die Feuerwehr Darmstadt hat ihren Jahresbericht 2025 vorgestellt. Das vergangene Jahr war geprägt von einem Wechsel an der Spitze der Feuerwehr, einer hohen Zahl an Rettungsdiensteinsätzen sowie wichtigen Weichenstellungen für die zukünftige Entwicklung des Brandschutzes in der Wissenschaftsstadt.
Wechsel an der Spitze der Feuerwehr
Zu Beginn des Jahres 2025 übernahm Branddirektorin Johanna Herdt die Leitung der Feuerwehr Darmstadt. Sie trat die Nachfolge von Leitendem Branddirektor Johann Braxenthaler an, der die Feuerwehr zuvor 19 Jahre lang geführt hatte. Die Verabschiedung erfolgte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren sowie Oberbürgermeister Hanno Benz und Stadtrat Paul Georg Wandrey.
Zahl der Feuerwehreinsätze bleibt stabil
Die Feuerwehr Darmstadt wurde im Jahr 2025 zu insgesamt 2.772 Einsätzen alarmiert. Damit blieb das Einsatzaufkommen nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr mit 2.770 Einsätzen.
Die Einsätze gliederten sich in:
- 493 Brandeinsätze
- 1.259 technische Hilfeleistungen
- 1.020 Fehleinsätze
Zu den Fehleinsätzen zählen unter anderem ausgelöste Brandmeldeanlagen oder Heimrauchwarnmelder.
Deutlicher Anstieg im Rettungsdienst
Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl der Rettungsdiensteinsätze. Die Integrierte Leitstelle Darmstadt koordinierte 2025 insgesamt 33.286 Rettungsdiensteinsätze. Das entspricht einem Anstieg von rund 2.000 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr.
Durchgeführt werden die Rettungseinsätze vom Arbeiter-Samariter-Bund Südhessen und der DRK Starkenburg GmbH.
Freiwillige Feuerwehr leistet wichtige Unterstützung
Die vier Freiwilligen Feuerwehren der Stadt verfügten 2025 über insgesamt 194 aktive Mitglieder. Im Vorjahr waren es 186.
Im vergangenen Jahr wurden die Ehrenamtlichen zu 270 Einsätzen alarmiert. Besonders gefordert waren die Freiwilligen Feuerwehren beim Starkregenereignis während des Heinerfests am 14. Juli 2025, als zahlreiche Keller leergepumpt werden mussten.
Auch bei größeren Bränden unterstützten sie die Berufsfeuerwehr. So konnte bei einem Gebäudebrand in der Darmstädter Innenstadt am 6. April 2025 gemeinsam eine Ausbreitung des Feuers auf Nachbargebäude verhindert werden.
Spezialkräfte und Katastrophenschutzübungen
Die Fachgruppen der Feuerwehr Darmstadt waren ebenfalls mehrfach gefordert. So wurde die Einheit „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ wiederholt zu Einsätzen mit abgestürzten Paraglidern in Nachbarlandkreisen alarmiert.
Besondere Bedeutung hatten zudem zwei groß angelegte Katastrophenschutzübungen. Bei der Übung „Der Große Schnüffler“ wurde die neue GABC-Messzentrale im Feuerwehrgerätehaus Arheilgen eingeweiht und das Messkonzept Südhessen getestet.
Bei der Übung „Hippokrates“ überprüften Einsatzkräfte die Abläufe bei einem Massenanfall von Verletzten. Beteiligt waren unter anderem Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Krankenhäuser, das Technische Hilfswerk sowie die Werkfeuerwehr Merck. Rund 400 Personen nahmen an der Übung teil.
Neue Hauptfeuerwache beschlossen
Eine wichtige Entscheidung für die Zukunft fiel im September 2025. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung beschlossen den Bau einer neuen Hauptfeuerwache in der Pfnorstraße.
Auf einem rund 25.000 Quadratmeter großen Grundstück sollen künftig die Berufsfeuerwehr, die Leitstelle, die Verwaltung, die Rettungsdienst-Trägerschaft, Ausbildungsbereiche, der Katastrophenschutz sowie Werkstätten und Logistik an einem Standort gebündelt werden.
Vorbeugender Brandschutz bleibt wichtige Aufgabe
Neben den Einsätzen war die Feuerwehr auch im vorbeugenden Brandschutz aktiv. Dazu gehörten Stellungnahmen in Genehmigungsverfahren, Gefahrenverhütungsschauen in besonders sensiblen Gebäuden sowie zahlreiche Maßnahmen zur Brandschutzerziehung und Aufklärung.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)
