Umgangston im Internet soll Thema der Bürgermeisterdienstversammlung werden
Der Umgangston in den sozialen Medien wird nach Ansicht von Landrat Thomas Will zunehmend zum Problem. Beleidigungen und persönliche Angriffe gegen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nähmen zu und überschritten immer häufiger die Grenzen einer sachlichen Auseinandersetzung. Deshalb will Will das Thema nach der Sommerpause auf die Tagesordnung der nächsten Bürgermeisterdienstversammlung setzen.
Hintergrund sind die schwierige Finanzlage vieler Kommunen. Wegen steigender Kosten und einer aus Sicht des Landkreises unzureichenden Finanzausstattung durch Bund und Länder sehen sich Städte und Gemeinden gezwungen, Gebühren, Steuern und Umlagen anzuheben. Dies sorgt vielerorts für Kritik in der Bevölkerung.
Kritik ja – persönliche Angriffe nein
Während Proteste, Petitionen oder öffentliche Diskussionen aus Sicht des Landrats Teil einer lebendigen Demokratie sind, beobachtet er im Internet zunehmend persönliche Anfeindungen gegen kommunale Verantwortungsträger.
Als Beispiel nennt Will Beiträge zur Grundsteuererhöhung in Riedstadt, in denen Bürgermeister Marcus Kretschmann mit abwertenden Bezeichnungen versehen worden sei. Hier werde die Grenze zwischen sachlicher Kritik und persönlicher Herabwürdigung überschritten.
Appell für mehr Respekt
Nach Auffassung des Landrats gefährdet ein dauerhaft rauer Umgangston den demokratischen Zusammenhalt. Wenn persönliche Angriffe und unsachliche Kommentare unwidersprochen blieben, stärke dies antidemokratische Kräfte.
Thomas Will ruft deshalb zu einem respektvollen Umgang miteinander auf. Probleme könnten nur gemeinsam und durch einen sachlichen Dialog gelöst werden.
(KREIS GROSS-GERAU – RED/PSKGG)
