Pilotprojekt soll Einstieg beschleunigen und Zuschlagskauf vereinfachen
Fahrgäste des AirLiners können den Flughafenzuschlag künftig einfacher und schneller bezahlen. HEAG mobilo startet gemeinsam mit der IVU Traffic Technologies AG und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ein einjähriges Pilotprojekt für sogenanntes ID-Based Ticketing. Dabei genügt es, nach dem Einstieg Bankkarte, Smartphone oder Smartwatch an ein Lesegerät zu halten, um den erforderlichen Zuschlag digital zu bezahlen.
Das neue System richtet sich insbesondere an Fahrgäste, die bereits über ein Deutschlandticket, eine Zeitkarte oder ein Jobticket verfügen und lediglich den Zuschlag für die Fahrt zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Flughafen benötigen. Sie können diesen künftig direkt nach dem Einstieg an der hinteren Tür bezahlen und müssen sich dafür nicht mehr beim Fahrpersonal anstellen.
„Über 80 Prozent unserer AirLiner-Fahrgäste verfügen bereits über Fahrkarten, die den Grundfahrpreis abdecken und müssen damit nur den Zuschlag kaufen. Unser Pilotprojekt verfolgt damit zwei Ziele: Neue, moderne Formen des Ticketings auszutesten und gleichzeitig den Bezahlvorgang im AirLiner zu beschleunigen“, erklärt Arne Rath, Geschäftsführer der HEAG mobilo.
Bereits seit dem vergangenen Jahr erfolgt die Bezahlung im AirLiner ausschließlich bargeldlos. Das habe den Einstieg beschleunigt und komme insbesondere internationalen Fahrgästen entgegen.
Beim neuen Verfahren wird das verwendete Bezahlmedium – beispielsweise eine Giro- oder Kreditkarte oder ein Smartphone – beim Einstieg an einen sogenannten Validator gehalten. Das Ticket wird anschließend im Hintergrundsystem gespeichert. Bei einer Kontrolle genügt es, dasselbe Bezahlmedium erneut an das Kontrollgerät zu halten.
„Für uns steht im Mittelpunkt, den Ticketerwerb für Fahrgäste möglichst einfach und intuitiv zu gestalten“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. Gerade der AirLiner mit seinen unterschiedlichen Nutzergruppen – von Pendlern bis zu internationalen Flugreisenden – eigne sich besonders gut, um das neue Vertriebssystem unter realen Bedingungen zu testen.
Eine Vorabbefragung der RMV-Tochtergesellschaft rms unter mehr als 500 Fahrgästen ergab, dass über 70 Prozent den AirLiner-Zuschlag bislang direkt beim Fahrpersonal kaufen. Das neue Verfahren soll diesen Vorgang deutlich beschleunigen und gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für den künftigen Einsatz digitaler Ticketsysteme im gesamten RMV liefern.
Der Pilotbetrieb ist zunächst auf ein Jahr angelegt.
(RED/PM/HMOBILO)
